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Fish and Chips, die Queen und ein Ticket für den Hogwarts‐Express

Fish and Chips, die Queen und ein Ticket für den Hogwarts‐Express

10 TIPPS FÜR EIN WOCHENENDE IN LONDON

Dank Billigflieger ist man als Bamberger schneller und günstiger in London als in Hamburg. Für teilweise nur zwanzig Euro hebt der Flieger von Nürnberg nach London Heathrow ab. Und nach gerade mal drei Stunden Reise ist man mittendrin in der Heimatstadt der Queen. London ist die bevölkerungsreichste Stadt Europas und hat neben Millionen Menschen auch unzählige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Klar, Big Ben, Buckingham Palace und Tower Bridge kennt jeder. Aber was kann man in London eigentlich noch unternehmen? Hier sind zehn Tipps für ein abwechslungsreiches Wochenende in der englischen Metropole.
Foto: Larissa Günther

  1. Die meisten Touristenattraktionen in London sind nicht gerade billig. Was aber auf jeden Fall sein Geld wert ist – vorausgesetzt man leidet nicht unter Höhenangst – ist der Ausblick vom London Eye. Das Riesenrad direkt an der Themse bietet einen einmaligen Rundum‐Blick auf die Stadt und alle größeren Sehenswürdigkeiten.

  2. Einen garantiert kostenlosen Ausblick auf London hat man dagegen vom Primrose Hill im Regent’s Park. Von dem 78 Meter hohen Hügel im Norden der Stadt bietet sich ein fantastischer Blick auf die Skyline Londons. Besonders nachts lohnt sich der Aufstieg – dann kann man völlig ungestört das Lichtermeer der Metropole bewundern.

  3. Wie im Film fühlt man sich im Stadtviertel Notting Hill. Kein Wunder, dass sich Julia Roberts und Hugh Grant im gleichnamigen Film hier verliebten – das Viertel mit den bunten Häusern ist garantiert eine der schönsten Ecken Londons. Hier kann man in winzigen Geschäften nach Büchern und Antiquitäten stöbern oder in einem der zahllosen Cafés eine englische Spezialität testen: Tea and Scones. Das muffinähnliche Gebäck isst man traditionell mit Butter und Marmelade. Der Tee ist in England sowieso obligatorisch.

  4. Eine andere englische Spezialität, die zu London genauso gehört wie schlecht angezogene Menschen, ist Fish and Chips. Die fettige Nationalspeise findet man hier an jeder Ecke; die besten gibt es wohl bei Poppie’s Fish and Chips im Londoner Stadteil Camden. In dem gemütlichen Restaurant im 50er‐Jahre‐Stil fühlt man sich, als hätte man eine Zeitreise gemacht. Die Kellnerinnen tragen pinke Schürzen überm Petticoat und aus den Old School‐Lautsprechern tönt Elvis Presley. Hat man es eilig, kann man sich die Fish and Chips auch stilecht eingewickelt in Zeitungspapier mitnehmen – übrigens auch in der vegetarischen Version.

  5. Für Harry Potter‐Fans ist London ein wahres Eldorado. Zahlreiche Szenen der Filmreihe wurden hier gedreht. Besonders berühmt: Gleis 9¾ im Bahnhof Kings Cross. Hier wurde sogar eigens für Touristen eine Art Fotoset aufgebaut: Man kann sich mit Gepäckwagen und wehendem Schal bei dem Versuch, die Wand zum Gleis 9 ¾ zu durchqueren, ablichten lassen. Direkt daneben im Harry Potter‐Fanshop gibt es sogar Tickets für den Hogwarts Express. Weniger touristisch überlaufen sind beispielsweise der Eingang zur Winkelgasse in der Bull’s Head Passage 42 oder die Westminster Tube Station, in der Mr. Weasley die U‐Bahn‐Drehkreuze der Muggel bewundert.

  6. Ein weiterer, ebenso berühmter wie fiktiver Bewohner Londons ist Sherlock Holmes. Im Sherlock Holmes Museum in der Baker Street 221b, in dem der berühmte Detektiv gewohnt haben soll, erfährt man alles rund um Sir Arthur Conan Doyles Romanfigur. Das liebevoll gestaltete Museum ist zwar wirklich nur so groß wie ein Einfamilienhaus, aber allein das mit originalgetreuer Kleidung des 17. Jahrhunderts ausstaffierte Personal macht den Museumsbesuch zu einem einmaligen Erlebnis.

  7. Im Gegensatz zum privat betriebenen Holmes Museum sind alle staatlichen Museen in London kostenlos. Deswegen lohnt sich ein Besuch im Natural History Museum, sei es nur, um die lebensgroße, sich bewegende und fauchende T‐Rex‐Nachbildung in der prähistorischen Abteilung zu bewundern – ist ja gratis.

  8. Trotz des meist furchtbaren Modegeschmacks, den besonders die weibliche Bevölkerung Londons offen zur Schau stellt, gilt die britische Hauptstadt als Modemetropole. Ob luxuriös bei Harrods, ausgefallen in Camden Town oder bei den gängigen Adressen rund um den Picadilly Circus – in London findet jeder etwas Passendes. Obwohl London zu den teuersten Städten Europas zählt, ist Shopping hier eine gute Idee. Denn fast jeder Fashionstore in London gewährt Studentenrabatt auf seine Waren. Also: Studentenausweis nicht vergessen!

  9. Wer dem doch recht gewöhnungsbedürftigen englischen Essen nicht viel abgewinnen kann, sollte einen Abstecher nach Soho machen. Neben zahlreichen Clubs und Bars befindet sich hier auch China Town. Keine zwei Kilometer vom Buckingham Palace findet man sich plötzlich im Mittleren Osten wieder. Hier hängen gerupfte Enten zu Dutzenden in den Schaufenstern, über die Straßen spannen sich bunte Lampions und auf den Restaurantschildern prangen unleserliche Schriftzeichen. Von den knallbunten und mit Hinweisschildern überladenen Restaurants sollte man sich nicht abschrecken lassen – das Essen ist gut und für Londoner Verhältnisse mehr als preiswert.

  10. Wer die Londoner in Hochstimmung erleben möchte, sollte am zweiten Juniwochenende nach London reisen: Dann feiert nämlich die Queen Geburtstag. Eigentlich hat Elizabeth II. bereits am 21. April Geburtstag, da das Wetter aber im April meistens eher schlecht ist und die Queen nunmal die Queen ist, hat sie ihre Geburtstagsfeier kurzerhand auf den zweiten Samstag im Juni jeden Jahres gelegt. Und feiern kann ihre Majestät wirklich: Kanonenschüsse werden abgefeuert, die komplette Königswache läuft Parade, Militärjets ziehen Kondensstreifen in Englandfarben und die Londoner stehen zu Hunderten Fähnchen schwenkend vor dem Palast. Mit etwas Glück kann man hier die komplette Royal Family inklusive Nah‐ und Fernverwandtschaft beim Vorbeifahren und Winken betrachten – und natürlich auch zurückwinken.

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