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Eisberge, Eeyjafjallajökull und grenzenlose Einsamkeit

Eisberge, Eeyjafjallajökull und grenzenlose Einsamkeit

10 TIPPS FÜR EINEN ROADTRIP DURCH ISLAND

Auch Island hat eine Hauptstadt. Doch erstens ist Reykjavik viel zu klein und zweitens Island viel zu schön für einen reinen Städtetrip. Deswegen nichts wie raus aus der Stadt und rein ins Abenteuer. Kaum ein Land bietet sich besser für einen Roadtrip an. Zwischen Vulkanen, Gletschern und kargen Landschaften fährt man auf Islands Straßen teilweise stundenlang, ohne auch nur einer Menschenseele zu begegnen. Mit diesen 10 Tipps fühlst du dich auf Island wie der Protagonist in deinem eigenen Into the Wild‐Film – nur mit Happy End.
Foto: Larissa Günther

  1. Erstmal vorneweg: Island ist teuer. Sauteuer. Dass die isländische Währung schon bei zehn Euro in die Tausende geht, macht das Gefühl, auf Island tonnenweise Geld auszugeben, nicht unbedingt besser. Überraschend günstig sind dafür die Mietautos auf der nördlichsten Insel Europas. Man sollte sich dabei an den einheimischen Autovermietern orientieren und die internationalen Größen wie Sixxt und Co außen vor lassen. So kommt man deutlich besser weg. Oft wird einem vom Anbieter gleich zu geradezu monströsen (und auch teureren) Jeeps geraten, da viele Straßen in Island nicht wirklich ausgebaut sind. Hat man aber nicht vor, in den isländischen Highlands unterwegs zu sein, reicht ein normaler Kleinwagen völlig aus. Denn schon bei diesen Modellen haben die Isländer eine recht großzügige Definition, welche Straßen oder Schotterwege man damit befahren darf, um richtig versichert zu sein.
  2. Die wohl bekannteste Touristenattraktion auf Island ist die Blue Lagoon – ein riesiges Outdoor‐Schwimmbad mit natürlichen heißen Quellen. Der Hype um die Lagune ist allerdings eher unverdient. Erstens tummeln sich in den Schwimmbecken Touristenmassen und zweitens ist der Eintritt nicht gerade billig. Vor allem wenn man bedenkt, dass es auf Island von kostenlosen, verlassenen heißen Quellen nur so wimmelt. Besonders schön ist der Heiße Fluss bei Hevargerdi. Nach einstündiger Wanderung durch raue Berglandschaft stößt man mitten im Nichts plötzlich auf einen dampfenden Fluss, in dem man auf fast 700 Metern Länge kuschelig warm entspannen kann.
  3. Ein ganz besonderes Erlebnis auf Island bietet der Pingvellir Nationalpark. Dort spalten sich die Nordamerikanische und die Eurasische Erdplatte. Die Silfra‐Spalte ist liegt an ihrem tiefsten Punkt 63 Meter unter dem Meeresspiegel und wird jährlich um rund 7mm breiter. Besonders Mutige können hier im Kontinentalspalt sogar tauchen gehen.
  4. Auf keinen Fall verpassen darf man den Strokkur Geysir im Geysirgebiet Haukadalsvegur. Das ist aber auch nicht sonderlich schwer: Ungefähr alle 10 Minuten spritzt hier eine brodelnde Wasserfontäne knapp 8 Meter hoch aus dem Boden.
  5. Ob Skogafoss, Gullfoss oder Dettifoss: Wasserfälle gibt es in Island zuhauf und jeder ist noch beeindruckender als der letzte. Eine Besonderheit bietet der Seljalandsfoss: Auf einem Rundwanderweg gelangt man hinter den Wasserfall – ein Anblick, der sich einem selten bietet. Bei ungünstig stehendem Wind ist das allerdings eine ganz schön nasse Angelegenheit.
  6. Kaum ein Land ist so abwechslungsreich wie Island: Keine zehn Kilometer von der Küste entfernt erstrecket sich der höchste Gletscher Islands – der Vatnajökull. Diesen kann man mit Tourguide und Steigeisen sogar selbst besteigen.
  7. Im krassen Kontrast zu den Gletschern stehen die immer noch aktiven Vulkane. 2010 sorgte zuletzt der Ausbruch des Eeyjafjallajökull für stotternde Nachrichtensprecher und eine riesige Aschewolke über Nordeuropa. Auf den riesigen schwarzen Lavafeldern des Vulkans kann man heute kilometerlange Spaziergänge unternehmen, ohne einen einzigen Strauch zu finden.
  8. Zwar ist in Island eher selten mit Badewetter zu rechnen, ein Abstecher an den Strand von Vik lohnt sich aber trotzdem. Da der Strand aus Lavagestein besteht, buddelt man hier über Kilometer in komplett schwarzem Sand.
  9. Wahrzeichen von Island sind ganz sicher die Papageientaucher. Die hübschen kleinen Vögel mit den bunten Schnäbeln lassen sich zum Beispiel am Vogelfelsen von Myrdal gut beobachten.
  10. Filmkulisse für gleich mehrere James Bond Filme ist der Gletschersee Jökursalon. Kein Wunder – mit seinem tieftürkisen Wasser und den darauf treibenden Eisbergen bietet der See einen wirklich atemberaubenden Anblick. Geht man etwas abseits der Touristenmassen am See spazieren, kann man nicht nur Eisberge, sondern auch spielende Seehunde im Wasser entdecken.

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