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Filmreview — Hidden Figures

Filmreview — Hidden Figures

Historischer Filmstoff muss nicht immer trocken sein. Das jedenfalls zeigt die Verfilmung des Lebens dreier schwarzer US‐Amerikanerinnen, die, bisher kaum beachtet, bedeutenden Anteil daran hatten, dass Mondfahrer Neil Armstrong seinen heute so berühmten Satz sagen konnte.
Foto: Bianca Taube

Der Film „Hidden Figures“ beleuchtet das Mercury‐und Apollo‐Raumfahrt‐Programm der USA in den 1960er Jahren. Die drei brillanten dunkelhäutigen Mathematikerinnen Katharine, Dorothy und Mary arbeiten für die NASA und stellen Berechnungen für den ersten Flug eines Menschen ins All an. Tagtäglich müssen sie sich diskriminierenden Verhältnissen unterordnen. Sie dürfen ihren Kaffee nicht aus der gleichen Kanne wie die Weißen nehmen und der Gang zur lokalen Toilette ist ihnen verwehrt, sodass sie jeden Tag mehrere Kilometer zurücklegen müssen, um sich zu erleichtern. Doch aller Diskriminierung zum Trotz bleiben die drei hartnäckig und kämpfen für ihre Rechte. Der erfolgreiche Start einer Sowjetrakete erhöht den Druck auf die NASA und mehr denn je sind die mathematischen Fähigkeiten der drei Damen gefragt.

Der für drei Oscars nominierte Film besticht durch eine hochkarätige Besetzung wie Kevin Costner („Waterworld“), Jim Parsons (Sheldon Cooper) und Octavia Spencer („The Help“).
Die schauspielerische Leistung ist hervorragend, wobei besonders die Hauptdarstellerinnen brillieren. Es gelingt den Schauspielern, Euphorie einerseits – aufgrund der Imposanz des Raumfahrtprojekts – und Frustration andererseits – durch die mangelnde Toleranz – auf nachdrückliche Weise zu präsentieren. Untermalt wird das mit den passionierten Kompositionen von Hans Zimmer, der sich unter anderem durch die Fluch‐der‐Karibik‐Reihe einen Namen gemacht hat und für diesen Film von Pharrell Williams unterstützt wurde.

Foto & Bearbeitung: Franziska Wolf
Foto & Bearbeitung: Franziska Wolf

Ich persönlich schätze die Botschaft des Films und den Einblick in eine Zeit der Wissenschaft und des Wettstreits. Es handelt sich nicht um einen Actionstreifen oder Kriegsfilm. Die Handlung verläuft subtil und einfühlsam. Dem Film gelingt die Balance aus Unterhaltung und Information und lässt den Zuschauer nachdenklich zurück.
Ein Film für Wissbegierige, die es auch mal ruhiger mögen. Fans von Filmen wie „Bridge of Spies“ mit Tom Hanks oder „Men of Honor“ mit Robert De Niro werden „Hidden Figures“ schätzen.

Menü zum Film

Eine Tasse lauwarmen Kaffee und dazu eine Brezel, da – wie im Film – die Zeit knapp ist und die Arbeit Vorrang hat.

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