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Filmreview — Fluch der Karibik 5: Salazars Rache

Filmreview — Fluch der Karibik 5: Salazars Rache

Salazars Rache soll der letzte Teil der erfolgreichen „Fluch der Karibik“-Reihe sein: ein weiteres Mal sticht Jack Sparrow in See und erlebt dabei ein Abenteuer, das es in sich hat.
Titelbild: Bianca Taube

Sobald die ersten Töne von „He’s a Pirate“ erklingen, bekommen echte Fans eine Gänsehaut, denn die Titelmelodie ist längst zum Kult geworden. Seit 2003 begeistert Disney Millionen von Zuschauern mit der „Fluch der Karibik“-Reihe, die 2017 in die fünfte und angeblich finale Runde geht. „Salazars Rache“ lautet der fünfte Teil, der die Piraten‐Saga abschließen soll. Logisch, dass sich viele Erwartungen an diesen Film knüpfen. Wird Jack Sparrow endlich finden, wonach er sucht? Was wird aus Elizabeth? Und wird Will Turner seinen Sohn jemals zu Gesicht bekommen? Eines ist sicher: der bekannteste Pirat aller Zeiten ist auch dieses Mal mit an Bord. Captain Jack Sparrow flieht wieder vor dem Gesetz, landet im Gefängnis, entkommt und segelt mit einem Boot davon. Jedoch ist er in diesem Teil nicht der eigentliche Protagonist. Vielmehr geht es um die zwei neuen Darsteller, die mit Jack ihr erstes Abenteuer erleben. Zum einen Carina Smyth, die zum Tode verurteilt wird, weil sie eine Astrologin ist und für eine Hexe gehalten wird, und zum anderen ein gewisser Henry Turner, der natürlich niemand geringeres als der Sohn von Will Turner und Elizabeth Swan ist. Da beide vor ihrer Hinrichtung fliehen, stoßen Henry und Carina auf Jack Sparrow und allen dreien wird klar, dass sie einander brauchen, um ihren Plan umzusetzen.

Denn während die jungen Protagonisten vor der Royal Navy fliehen, flüchtet Jack vor einem noch viel größeren Unheil: Captain Salazar und seiner untoten Crew. Richtig, wieder einmal gibt es einen verfluchten Kapitän, den Jack einstausgetrickst hat und der sich an ihm rächen will. Armando Salazar war ein erfolgreicher Piratenjäger, bis Jack Sparrow ihn in das Totendreieck der Karibik geführt hat, in dessen Bucht Salazar und seine Crew jahrelang gefangen waren. Jetzt sind sie frei und sehnen sich nach Rache – nur Poseidons Dreizack kann Salazar aufhalten. Und diesen gilt es nun zu finden. Somit macht sich das junge Trio, bestehend aus Henry, Carina und Jack, auf den Weg in tiefere Gewässer. Diese Team‐Konstellation kommt einem ziemlich bekannt vor: in den ersten drei FDK‐Teilen waren es Elizabeth und Will, die stets Teil von Jacks Plänen waren. Da Henry und Carina stark an Elizabeth und Will erinnern, stellen sie in gewisser Weise das neue Pendant zu den beiden früheren Hauptcharakteren dar.

Wie man bereits erahnen kann, ist der fünfte Teil kein besonders innovativer „Fluch der Karibik“-Film. Die Handlung wiederholt sich, die Charaktere sind ebenfalls nicht sehr einfallsreich und der legendäre Captain Jack Sparrow scheint in seiner Rolle nicht richtig aufzugehen. Er erscheint teilweise überflüssig. Während er in den ersten Teilen der Saga stets glorreiche und grandiose Einfälle hat, wirkt Jack in diesem Teil eher fad und gar nicht so originell wie sonst. Wieso ist “Salazars Rache“ dennoch sehenswert? Weil er einfach gut gemacht ist. Vom filmischen Aspekt her hat der neueste „Fluch der Karibik“-Teil alles, was ein guter Film haben muss. Die Kameraführung ist mitreißend, spannende und actionreiche Szenen werden geboten und die Szenerie (vor allem die Unterwasserwelt am Ende des Films) ist einfach genial. Allein Salazar wurde unglaublich gut umgesetzt und ist vermutlich ein noch eindrucksvollerer Bösewicht als Davy Jones (und wir wissen alle, wie faszinierend schon Mr. Tentakelbart war). Die Filme haben sich technisch kontinuierlich verbessert und der fünfte Teil ist sicherlich mit am besten. Zugegeben, die Handlung ist nicht bahnbrechend, wird aber dennoch gut erzählt und beinhaltet einige Verknüpfungen, die am Ende für einen „Aha!“-Moment sorgen, den wir alle so lieben. Außerdem ergibt sich schließlich das langersehnte Happy‐End – allein deshalb lohnt es sich, den Film zu sehen. Alles in allem ist es ein klassischer „Fluch der Karibik“-Film, den ein echter Fan auf jeden Fall gesehen haben muss.

 

Trinkspiel: 

Einen Schluck (am besten nehmt ihr Rum 
– oder auch nicht, der ist ja bekanntlich immer leer), 
wenn einer der Piraten „Ai!“ sagt. 
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