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Filmreview: Alles steht Kopf

Filmreview: Alles steht Kopf

Pixar-Filme sind ein Garant für gute Filme. Erscheint ein Streifen aus der gleichen Feder wie die Klassiker „Oben“, „Ratatouille“ und „Findet Nemo“, liegt die Erwartungshaltung hoch.
Titelbild: Bianca Taube

In der Hall of Fame findest du alle Filmreviews zum Schmökern!

Der Animationsfilm „Alles steht Kopf“ aus dem Jahr 2015 beschäftigt sich mit Emotionen und will die Vorgänge im menschlichen Gehirn nach typischer Pixar-Art, also kindgerecht, erklären.
Hierzu bedient man sich 5 Basis-Emotionen: Wut, Kummer, Angst, Freude und Ekel, welche je einen eigenen Charakter darstellen und durch den Film leiten. Die Fünf befinden sich in der Kommandozentrale eines jeden Menschen: dem Gehirn.

Foto: Lena Zarifoglu

Der Zuschauer lernt vor allem die Emotionen der Hauptdarstellerin Riley kennen, einem 11-jährigen Mädchen, das gerade einiges durchmachen muss. Der Umzug in eine neue Stadt, ein unvertrautes Heim, Anspannung der Eltern und die Suche nach sozialem Anschluss versprechen Gefühlschaos.
Freude versucht im Kopf zwar stets die Überhand zu behalten, doch dass das nicht auf Dauer gut geht, ist vorprogrammiert. Kummer wird zunächst von den anderen Gefühlen ausgeschlossen, doch nach einer abenteuerlichen Reise, die der drohenden stumpfen Gefühlskälte Rileys entgegenwirken soll, muss auch Freude verstehen, dass alle Emotionen zum Leben dazugehören und Kummer erkennt, worin ihre Funktion liegt: nach Trost suchen, verarbeiten, akzeptieren, Mut schöpfen, weitermachen – nicht leicht, aber wichtig.

Angst: „Okay. Wir sind heute nicht gestorben. Ich nenne das uneingeschränkten Erfolg.”

Ebenso erfährt der Betrachter von sogenannten Kerninseln, welche die Persönlichkeit ausmachen und durch zentrale Erlebnisse entstehen.
Der ständige Wandel, denen die Erinnerungen unterliegen, wird hierbei gut veranschaulicht: Unwichtige werden aussortiert, neue ergänzt, vergessene zum Vorschein gebracht.
Um die Psyche korrekt zu veranschaulichen, stand den Regisseuren Docter und del Carmen ein Experte auf dem Gebiet der Emotionsforschung zur Seite, sodass der Film wissenschaftlich fundiert ist.

Das veranschaulichte Gefühlschaos überträgt sich auf den Zuschauer. Und das begeistert! So überrascht es kaum, dass der Film 2016 den Oscar für den besten Animationsfilm gewann.

Das Menü zum Film:

Zur Vorspeise:
Mürrisches Cornflakes-Stochern

Hauptgang:
Brokkolipizza

Nachspeise:
Zuckerwatte

Das Alles steht Kopf-Trinkspiel:

Stufe 1: Die Freude

Ein Schluck Bier, wenn eine Erinnerung irgendwo rumkugelt.

Stufe 2: Der Kummer

Kummer nervt? Das lässt nach, wenn du einen ordentlichen Zug aus dem Bowle-Glas nimmst.

Stufe 3: Der Ekel

Ein Indianer kennt keinen Schmerz. Und du erst recht nicht! Immer, wenn sich eine Träne ihren Weg bahnen will, stürzt du schnell und unauffällig einen Kurzen. Hat keiner gesehen.

… und dann steht garantiert alles Kopf!

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