Du liest gerade
Review: Jurassic World
Dunkel Hell

Review: Jurassic World

Filmfortsetzungen haben es schwer. Sie stehen im Ruf, oft ein müder Abklatsch des ersten Films ihrer Reihe zu sein. Jurassic World jedoch, der vierte Teil von Steven Spielbergs Jurassic-Park-Reihe, hat es weltweit zum erfolgreichsten Film des Jahres 2015 geschafft. Mit einem Einspielergebnis von über 1,6 Milliarden US-Dollar wird klar, dass der Kinofilm auch 22 Jahre nach Erscheinen des ersten Teils Jurassic Park nichts von seiner Popularität eingebüßt hat. Der Film setzte damals neue Maßstäbe in Sachen Computertechnologie und Branding. Doch lassen sich junge Zuschauer, die nicht mit dem nostalgischen Charme des ersten Films aufgewachsen sind, heute von einfachen Dinosauriern kaum mehr beeindrucken. Nachdem die beiden ersten Fortsetzungen nur mäßige Kritiken erhielten, musste sich der Drehbuchautor Colin Trevorrow genau überlegen, wie Spielbergs Marke heute noch filmisch umgesetzt werden kann. Ein Grund wohl, warum die Fans 14 Jahre lang auf den vierten Teil warten mussten, dessen Release immer wieder nach hinten verschoben wurde.

Das Problem, Besucher nicht mehr „nur“ mit gewöhnlichen Dinosauriern anlocken zu können, hat auch der Erlebnispark auf der Insel Isla Nublar, in dem der Film wie schon im ersten Teil spielt. Normale Dinosaurier? Langweilig! Ein Tyrannosaurus Rex oder ein unter Wasser lebender Mosasaurus sind für die Parkbesucher schon längst keine Attraktion mehr. Deshalb soll etwas neues, sensationelles her: Im Geheimen wird ein neuer, künstlich durch Gentechnik erschaffener Hybrid verschiedener Saurierarten herangezüchtet. Der von Wissenschaftlern im Labor produzierte Indominus Rex soll der neue Besuchermagnet des Parks werden – größer, gigantischer, gefährlicher. Das anfängliche Dinoparadies, das den Zuschauer schon beinahe an einen Disneyfilm erinnert, verwandelt sich – wie sollte es auch anders zu erwarten sein – nach und nach in einen Dinoalptraum. Denn der überdurchschnittlich intelligente Hybrid Indominus Rex büxt durch einen Trick aus seinem Gehege aus und macht den Park unsicher. Daraufhin werden Teile der Insel evakuiert.

Anzeige

“Und vergesst nicht: Wenn euch irgendetwas jagt, lauft!”
– KAREN MITCHELL “JURASSIC WORLD”

Im Fokus der Handlung steht die Leiterin des Parks Clarie Dearing (Bryce Dallas Howard), die Besuch von ihren beiden Neffen bekommt. Weil sie keine Zeit für die Kinder hat, soll ihre Assistentin den Aufpasser spielen. Währenddessen ist der ehemalige Navy-Soldat Owen Grady, gespielt von Chris Pratt (bekannt aus Marvel’s „Guardians of the Galaxy“) mit der Aufzucht und dem Training von Velociraptoren beschäftigt. Zeitgleich mit dem Ausbruch des Hybriden schaffen es Claires Neffen, ihre Betreuerin abzuschütteln und erkunden den Park nun auf eigene Faust. Auf der Suche nach den beiden Jugendlichen werden sich Claire und Owen nicht nur ihrer Gefühle füreinander, sondern auch der enormen Gefahr bewusst, die von dem Hybriden ausgeht. Der Kampf gegen den künstlich erschaffenen Saurier beginnt…

Jurassic World bedient sämtliche Klischees: Arrogante Karrierefrau trifft auf lässigen Abenteurertyp und zusammen versuchen sie, die Bedrohung aufzuhalten. Auch strotzt der Film nur so vor Product Placements – der Zuschauer wird ständig mit Marken wie Mercedes, Pepsi und (!!) Coca Cola, Starbucks und Ben & Jerry’s bombardiert.

Der Film ist als erster Teil einer Trilogie gedacht, die bereits 2018 fortgeführt werden soll. Die beiden Protagonisten Pratt und Howard sollen erneut die Hauptrollen spielen. Auch die Regie soll wieder von Steven Spielberg übernommen werden.

Das Jurassic-World-Kinomenü
Wer cool ist trinkt wie Owen eine Coke Zero, Pepsi ist nur was für Nerds! Als Hauptgang empfehlen wir Fleisch, Fleisch und nochmal Fleisch (Veggie-Schnitzel gelten nicht). Ein Ben & Jerry’s‑Eis zum Nachtisch darf natürlich nicht fehlen. Am besten schön knusprig mit Keksen…

Das Jurassic-World-Trinkspiel
Für Jurassic-Park-Neulinge
Jedes Mal ein Bier, wenn die Original-Filmmusik gespielt wird.

Für Dinobegeisterte
Bei jedem Product Placement einen „Kurzen“.

Für den Fan der ersten Stunde
Das Glas exen, wenn jemand gefressen wird. Also stellt schon mal den Wodka kalt!

Kommentare anzeigen (0)

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

© 2015 - 2022 Ottfried e.V.