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Meet Mandrax Queen
Dunkel Hell

Meet Mandrax Queen

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  • Oberfrankens Band des Jahres 2014, „Helden von morgen“-Titel in der Juni-Ausgabe des Metalhammer und eine neue EP: Die Bamberger Band Mandrax Queen macht von sich reden. Mit ihrem abwechslungsreichen, tanzbaren Sound, den sie selbst als „Stoner Funk / Groove Rock“ bezeichnen, haben sich Fabi Killer (Bass / Vocals), Bini Tews (Guitar / Backing Vocals) und Michi Rupp (Drums) eine begeisterte Fanbase erspielt. Fabi und Bini erzählen, wie sich alles entwickelt hat.
Am 23.1. war die Releaseparty eurer neuen EP Love Love Love. Wie lief es?

Fabi: Es war auf jeden Fall ein cooler Gig! Wir mussten nur leider sehr viele Leute heimschicken, da war das Sound ’n’ Arts eigentlich nicht die ideale Location, weil zu klein. Andererseits hatten wir gedacht, wir machen unsere Releaseparty in einem gemütlichen Rahmen. Wir haben ja auch das Vorverkaufsticket angeboten, das den Eintritt, die aktuelle EP und ein Bier im Stilbruch umfasste, damit sich die Leute, die uns unbedingt sehen wollen, das rechtzeitig besorgen können. Aber das war dann leider einen Tag vor dem Auftritt auch schon ausverkauft.

Ihr seid alle drei Studenten?

Fabi: Ja. Ich studiere Musik auf Lehramt.

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Bini: Ich hab einen Bachelor in Musikwissenschaft in Würzburg gemacht und studiere momentan Pädagogik in Bamberg, im Nebenfach Musikpädagogik. Michi studiert Anglistik, auch als Bachelor.

Unser erster Song war wie eine Initialzündung und genau das, was wir jetzt machen wollten
BINI — GITARRIST

Seit wann macht ihr Musik?

Bini: Ursprünglich habe ich Schlagzeug gelernt, das spiele ich seit ich vier bin. Meine Eltern waren da sehr geduldig. Ab der 4. Klasse hab ich Klavier gelernt und Gitarre dann so mit 14, 15.

Fabi: Ein Kumpel von mir und ich wollten in der 8. Klasse eine Band gründen und wir haben noch einen Bassisten gebraucht. Also hab ich Bass gelernt. Wenn wir damals einen Keyboarder gebraucht hätten, würde ich jetzt eben Keyboard spielen (lacht). Außerdem habe ich autodidaktisch Gitarre gelernt.

Habt ihr vor Mandrax Queen in anderen Bands gespielt?

Fabi: Ich hab schon in mehreren Bands gespielt, u.a. in Hangover, dann mit Michi zusammen von ca. 2005 bis 2010 in Corpse Express und bis 2012 in Option Paralysis.

Wie ist dann Mandrax Queen entstanden?

Fabi: Wir waren ursprünglich zu viert und haben eher Richtung Psychedelic gespielt. Dann ist uns allerdings der Sänger abgesprungen. Michi ist zu dem Zeitpunkt wegen der Band von Saarbrücken nach Bamberg gezogen und wir wussten erstmal nicht, wie es jetzt weitergeht. Vor allem Bini war dagegen, dass wir weiterhin die alten Songs spielen, also haben wir einfach mal drauf los gejammt. Dabei ist dann auch unser erster Song „Huge Stain“ entstanden.

Bini: Das war wie eine Initialzündung. Ein ganz anderer Vibe als der, den wir in der Viererbesetzung hatten, aber genau das, was wir jetzt machen wollten.

Fabi Killer, Michi Rupp, Bini Tews (v.l.n.r.) - Foto: Sebastian Rupp
Wie hat sich euer Stil seitdem entwickelt?

Bini: Ich würde sagen, der hat sich gar nicht so sehr verändert. Das Songwriting wurde vielleicht etwas reifer, aber der Grundvibe blieb eigentlich der gleiche.

Fabi: Uns fiel es anfangs schwer, eine Genrebezeichnung zu finden. Wir haben unseren Stil erst „Fuzzy Dance Rock“ genannt, weil er ja auf jeden Fall tanzbar ist und schon auch ein bisschen verrückt. Inzwischen beschreiben wir ihn eher als „Stoner Funk / Groove Rock“. Ich denke, wenn man unsere drei EPs vergleicht, merkt man, dass Love Love Love das weiteste musikalische Spektrum hat. Sie kombiniert poppig mit heavy. Der Anfangsriff vom Titelsong Love Love Love ist z.B. sehr hart, während der Refrain melodischer ist.

Was sind eure musikalischen Einflüsse?

Fabi: Ich komm eigentlich aus der Richtung Metal, Punk, also z. B. Misfits, Iron Maiden und Alice in Chains, und hab dann auch viel Stoner Rock gehört, v. a. Queens of the Stone Age. Ansonsten hör ich Rock, Grunge, Pop, Folk, Blues, Electro und anderes.

Bini: Meine absolute Lieblingsband sind die Red Hot Chili Peppers. Bands wie Thin Lizzy oder Jimi Hendrix hör ich auch gern. Ansonsten kann ich mich dem Fabi anschließen. Ich bin da sehr offen, hab auch eine Zeit lang viel Hip-Hop und Metal gehört. Das einzige, das überhaupt nicht geht, sind Schlager. Ich hab nichts gegen Volkstümliches, aber Schlager sind nichts für mich.

Grundsätzlich sind wir mit einem Song nie fertig
BINI — GITARRIST

Schreibt ihr eure Songs gemeinsam?

Bini: Ja, wir entwickeln die Songs größtenteils beim Jammen. Die Texte schreiben dann Michi und Fabi. Manchmal bringt jemand auch ein Riff oder eine Idee von daheim mit und wir arbeiten zusammen weiter daran. Grundsätzlich sind wir mit einem Song aber nie fertig, sondern variieren ihn z. B. bei Live-Auftritten.

Woher kommt eigentlich euer Bandname?

Fabi: Das ist sehr unspektakulär. Unser ursprünglicher Traumname war leider so lang und so beknackt, das wir ihn nicht nehmen konnten (lacht). Wir wollten irgendwas, das psychedelisch klingt. Ich fand die Wörter „Mandrax“ und „Queen“ cool. Das ist einfach eine erfundene Wortzusammensetzung.

Also keine coole Geschichte?

Fabi: Okay, das war so: Wir waren bei der Queen in England und haben… nein, das wäre jetzt zu kompliziert zu erklären.

Seit ihr 2014 den Rock In Oberfranken (R.I.O.) — Contest gewonnen habt, seid ihr Teil des bayerischen Spitzenförderprogramms „BY-on“. Was bedeutet das konkret für euch?

Bini: Das läuft 1–2 Jahre und umfasst zum einen Zuschüsse bei Supportgigs und zum anderen Coachings. Die Coachings werden zu allen möglichen Themen angeboten, z. B. Selbstmanagement, Bookings, rechtliche Belange, GEMA, Aushandlung von Gagen, …

Fabi: Also eigentlich alles Themen, von denen man wenig Ahnung hat, mit denen man sich aber ab einem bestimmten Zeitpunkt in einer Band auseinandersetzen muss. Sie bieten auch Songwritingseminare an, z. B. mit den Produzenten der Donuts oder von The Subways. Wir haben es aber bisher noch zu keinem Coaching geschafft, weil wir an den Tagen selbst Gigs hatten oder andere Termine.

Bini: Besonders hilfreich für Bands wie uns sind natürlich finanzielle Zuschüsse, was Support-Shows angeht. Es ist in der Musikszene ja üblich, dass man sich als Vorband bei großen Bands einkaufen muss. Als kleine Band kann man sich das kaum leisten. „BY-on“ greifen einem dabei unter die Arme.

Fabi: Deswegen übrigens auch der Name „By-on“ – das kommt von „Buy-in“.

Für alle, die euch noch nicht gesehen haben oder das nächste Mal nicht erwarten können: Wann sind eure nächsten Gigs?

Fabi: Am 7.2. spielen wir im Nepomuk in Altenkunstadt. Außerdem supporten wir La Confianza am 13.2. in Würzburg.

Und wie kommt man an eure neue EP?

Bini: Die kann man sich auf „bandcamp“ über unsere FB-Seite bestellen und natürlich bei Gigs kaufen.

Danke für das nette Gespräch!

Fabi und Bini: Wir bedanken uns!

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