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Filmreview — Baywatch
Dunkel Hell

Filmreview — Baywatch

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  • Testosteron, Titten und schnelle Jetskis: Baywatch 2 erfüllt wohl alle Erwartungen.

Die alte Serie Baywatch rund um David Hasselhoff und Pamela Anderson wurde mit diesem Spielfilm neu aufgelegt. Wieder geht es um das Team der furchtlosen Rettungsschwimmer in „der Bay“, die weit mehr tun, als nur Sandburgen bauende Kinder vor den Wellen zu retten.

Der junge, heiße, sexy Matt Brody (Zac Efron) muss diese Lektion lernen, als er sich als Teammitglied bewirbt. Als zweimaliger olympischer Goldmedaillengewinner bildet er sich ein, mit Handkuss ins Team aufgenommen zu werden – weit gefehlt! Bei dem jungen, heißen, sexy Alphatier unter den Baywatchern, „Lieutenant“ Mitch Buchannon (Dwayne Johnson), beißt er auf Granit. Dieser hat schon in den ersten paar Minuten des Films demonstriert, wer der Chef im Ring oder besser am Strand ist. Er rettet nicht nur einen blutüberströmten Wasserskifahrer aus den Fluten, sondern zeigt auch noch, wie toll er Basketball spielen, den Dorfsheriff veralbern und mit kleinen Kindern umgehen kann. Letztlich landet Matt aber doch im Team, gemeinsam mit der jungen, heißen, sexy Summer Quinn (Alexandra Daddario) und dem etwas pummeligen Trottel Ronnie (Jon Bass). Durch Matts überheblich Art und Mitchs Platzhirsch-Status kommt es immer wieder zu testosterongeladenen Konflikten zwischen den beiden. Recht schnell gesteht Matt aber seinen Egozentrismus ein, wirft seine Goldmedaille ins Meer und möchte Teil der „Baywatch-Familie“ werden. Jetzt kommt die eigentliche Handlung in Gang, bei der die Rettungsschwimmer in grenzenloser Kompetenzüberschreitung versuchen, einen Drogenschmugglerring aufzudecken. Im Zuge dieser „Ermittlungen“ wird Mitch gefeuert (großes Drama) und Matt wird an seiner Stelle Lieutenant des Teams aus jungen, heißen, sexy Rettungsschwimmerinnen (und Ronnie). Er schlägt sich recht gut und die Handlung besteht fortan aus unglaublich unrealistischen Verfolgungsjagden, Undercover-Aktionen in spaßigen Verkleidungen und zum Schluss aus einem wahrlich mörderischen Feuerwerk auf der Jacht der Drogenschmuggler.

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Baywatch beginnt furchtbar oberflächlich und klischeehaft. Es dauert nur eine Minute und 22 Sekunden (Vorspann eingeschlossen!) bis der erste dürftig bedeckte Frauenhintern die Leinwand bedeckt. Überhaupt scheint es den Filmemachern ein Anliegen gewesen zu sein, den schönen Frauen (schön = großbusig, langhaarig) grundsätzlich erstmal auf ihren Po zu filmen, bevor die Kamera nach oben schwenkt, in Richtung Brüste und nur manchmal bis zum Gesicht. Zac Efron ist als Möchtegern-Alphatier eher unglaubwürdig, der muskelbepackte Mitch-Darsteller ziemlich überzeichnet. Erst zur Hälfte geht es aufwärts, als der Film endlich zu einer richtigen Komödie wird. Hier kann Zac Efron auch wieder den witzigen Part geben, der ihm wesentlich besser liegt. Die Verfolgungsjagd, in der sich Mitch und sein Kontrahent zur Prügelei in einem pink gestrichenen Kinderzimmer wiederfinden und Babypuder und Windeleimer als Waffen missbrauchen, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Zwei besondere Stargäste, Mitchs Jahrhundertsatz „Ich bin der Ozean, du blöde Bitch!“ und endlich auch eine Portion Selbstironie komplettieren eine recht unterhaltsame zweite Hälfte, nach der man dann doch irgendwie sagt: Kann man sich mal anschauen.

Trinkspiel:

Trinke jedes Mal einen Shot, wenn jemand eine komplett verspiegelte Sonnenbrille trägt oder bedeutungsschwer „Baywatch“ sagt. Für Antialkoholiker: Trinke jedes Mal einen Shot, wenn du eine Frau ohne tiefen Ausschnitt siehst.

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