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20 Fun Facts zum ESC

20 Fun Facts zum ESC

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Trickkleider, Glitzer und viele Emotionen – der Eurovision Song Contest (ESC) ist endlich wieder da! Heute, am 13. Mai 2023, wird die Endrunde in Liverpool ausgetragen. Aber warum singt eigentlich Australien mit? Und was ist die beste Startplatzierung? Wir verraten vorab die Fakten, die du für den perfekten Finalabend brauchst.

1. Dass Loreen, die ESC-Gewinnerin des Jahres 2012, barfuß aufgetreten ist, wurde vielfach besprochen. Dabei war sie nicht die einzige Siegerin ohne Schuhe: Sandie Shaw (1967), Sertab Erener (2003) und Dima Bilan (2008) standen vor ihr schon barfuß auf der Bühne.

2. And the winner is: Spanien, UK, die Niederlande und Frankreich! 1969 mussten sich vier Länder den Sieg teilen, weil sie die gleiche Punktanzahl erreicht hatten.

3. Nach dem ESC 2019 veröffentlichte eine niederländische Firma für Wasserverbrauch eine Statistik über die Toilettennutzung der Niederländer*innen während des ESC. Darin zeigte sich, dass einige die Performance des niederländischen Teilnehmers Duncan Lawrence derart angespannt erwarteten, dass sie sich direkt nach dem Beitrag erleichterten.

Bei ihm hatte die Blase Sendepause. Erst nach dem Beitrag vom ESC-Sieger Duncan Laurance gingen die Zuschauer*innen wieder aufs Klo. Foto: Martin Fjellanger, EuroVisionary, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons

4. Im vergangenen Jahr konnte die Ukraine mehrere Rekorde aufstellen. Einer davon war, dass sie im Televoting von 28 Ländern 12 Punkte erhielten. 

5. Dieses Jahr gibt es eine neue Regelung für die Halbfinale: 2023 entscheiden nur noch die Zuschauer*innen über die Qualifikation für die Endrunde. Jury-Votings kommen erst im Finale hinzu.

6. Inspiriert ist der ESC am italienischen Musikfestival “Sanremo”, das es seit 1951 gibt. Bei diesem treten jährlich die größten Stars der italienischen Musikszene gegeneinander an. Außerdem gehen meistens die italienischen ESC-Teilnehmer*innen aus dem Wettbewerb hervor.

7. Deutschland ist das einzige Land, das bisher an allen ESCs teilgenommen hat.

8. Der deutsche Musiker und Komponist Ralph Siegel war bisher an 25 Beiträgen beteiligt. Dazu zählen beispielsweise die deutschen Beiträge “Dschinghis Khan”, “Theater” und “Ein bisschen Frieden”. Fünf seiner Lieder schrieb er für San Marino.

9. Weil das Land San Marino zu wenige Einwohner*innen hat, wird die Televoting-Punktzahl statistisch von der EBU, der Europäischen Rundfunkunion, bestimmt.

10. San Marino konnte sich bei seinen 13 Teilnahmen bisher nur dreimal für das Finale qualifizieren. 

11. Luxemburg gewann den Eurovision Song Contest bereits fünfmal. Unter den Sieger*innen war jedoch noch nie ein*e Luxemburger*in. Denn das Land schickte viermal ein*e Französ*in und einmal Vicky Leandros, eine Griechin, ins Rennen und gewann damit.

12. Johnny Logan ist der einzige Interpret, der zweimal gewonnen hat. Loreen könnte dieses Jahr die erste Interpretin werden, die das schafft.

Johnny Logan beim ESC 1980. Foto: Hans van Dijk, CC

13. Manche Startplätze scheinen eine Rolle für die Sieges-Chance zu spielen. Dieser wird von Organisator*innen entschieden, nachdem ein Los bestimmt, ob der Act in der ersten oder zweiten Hälfte der Show stattfindet. Dabei wird der zweite Startplatz in der Regel dem Land gegeben, das die niedrigste Aussicht auf den Sieg hat. Die letzten Startplätze sind hingegen beliebt. Einige spätere Sieger*innen wurden auf die letzten Plätze in der Start-Reihenfolge gesetzt: Lena startete 2010 auf Platz 22, Jamala ging im Jahr 2017 als 21. an den Start, Netta war 2018 als 22. dran und die Band Måneskin startete 2019 auf Platz 24. 

14. Eine weitere Veränderung wollten die Produzent*innen für den ESC 2023 umsetzen, doch diese platzte kurz vor der Ausstrahlung. Die Bekanntgabe der Voting-Ergebnisse sollte anders ablaufen: Die Acts hätten ihr Ergebnis auf der Bühne und somit getrennt von ihrem Team und ihren Delegationen entgegennehmen sollen. ESC-Fans sprachen sich Online direkt deutlich dagegen aus, weil dies einerseits an eine Casting-Show erinnern würde und andererseits den Teamspirit der Delegationen mindern würde. 

15. Deutschland ist als Teil der “Big Five” jedes Jahr automatisch für das ESC-Finale qualifiziert. Hinter der Regelung steckt, dass die fünf Länder mit den höchsten Zuschauer*innen-Anzahlen (Spanien, Italien, Großbritannien, Frankreich, Deutschland) keinen Qualifikationsprozess in den Halbfinale unterlaufen müssen. Durch diese hohe Zuschauer*innen-Anzahl ist aber auch der Anteil, den die “Big Five” an den Produktionskosten übernehmen müssen, höher. 

16. Israel, Armenien und Georgien liegen nicht in Europa, dürfen aber trotzdem am ESC teilnehmen. Denn: nicht die geographische Lage entscheidet darüber, wer dabei sein darf. Alle Länder, die in der Europäischen Rundfunkzone liegen, also alle Länder, in denen ein Sender Mitglied der Europäischen Rundfunkunion (EBU) ist, dürfen beim Musikwettbewerb mitmachen. Auch arabischische Länder wären berechtigt. Weil sie Israel jedoch nicht als Staat anerkennen oder in einem anderen Konflikt mit dem Land stehen, nehmen sie bisher nicht teil. Eine Ausnahme bei der Regelung ist Australien: Die erste Teilnahme des Landes im Jahr 2015, als der ESC seinen 60. Geburtstag feierte, war sozusagen ein PR-Gag. Weil der ESC in Down Under so beliebt ist, darf das Land seitdem mitmachen. Sollte Australien aber einmal gewinnen, wird der Wettbewerb dennoch auf europäischem Boden ausgetragen, heißt es.

17. Die jüngste ESC-Gewinnerin aller Zeiten war die 13-jährige Sandra Kim, die vor ihrer Teilnahme angab, 15 Jahre alt zu sein. 1986 gewann sie für Belgien. Mittlerweile müssen Teilnehmer*innen am Tag des Halbfinales mindestens 16 Jahre alt sein.

18. Peter Urban kommentiert den ESC für Deutschland seit 1997. Vor kurzem gab er bekannt, dass er den Contest in diesem Jahr zum letzten Mal kommentieren wird.

19. Neben dem Eurovision Song Contest gibt es weitere Wettbewerbe der Europäischen Rundfunkunion, etwa den Junior Eurovision Song Contest und den Eurovision Dance Contest. Außerdem gibt es seit 2002 die Jewrovision, ein Musik- und Tanzwettbewerb jüdischer Jugendzentren in Deutschland.

20. Immer wieder gibt es Spekulationen über die Teilnahme weiterer Länder am ESC. Kasachstan ist beispielsweise Mitglied der EBU, die den ESC produziert, aber dennoch hat es bisher keine Einladung zum Songcontest erhalten. 

Für den perfekten ESC-Abend darf ein Bingo nicht fehlen. Hier kannst du für dich und vier Freund*innen Bingos abspeichern:

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