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7 flOTTe Fragen an Rapper Fatoni

7 flOTTe Fragen an Rapper Fatoni

Bekannte Musiker*innen sprechen nicht mit Studierendenzeitschriften? Ehrenmann Fatoni schon. Er hat uns 7 flOTTe Fragen zu Rap, aktueller Musik und seinem Lieblingsgemüse beantwortet.

Grafik: Kim Becker

Über 230.000 monatliche Hörer*innen auf Spotify, Tracks und Musikvideos mit Klickzahlen in Millionenhöhe: Rapper und Schauspieler Fatoni ist erfolgreich. Viele kennen ihn als ehemaliges Mitglied der Band Moop Mama oder durch das Album „Alle Liebe nachträglich” mit der Sängerin Mine. Aber auch solo ist er im deutschen Hip-Hop schon jahrelang erfolgreich. Sein letztes Album „Andorra” ist 2019 erschienen. Es bewegt sich zwischen Gesellschaftskritik und Selbstreflexion, bleibt dabei aber meistens lustig und leicht zugänglich.

Außerdem greift er mit befreundeten Musiker*innen oft aktuelle Themen in Singles auf: „Zuhause” handelt von der sozialen Distanzierung während Corona. Der Track wurde durch lustige Adlibs, also thematisch passende Zwischenrufe, für viele zum heavy-rotation-Kandidaten während der Isolation. Ein Blick in das Musikvideo der Witzbolde Fatoni, Juse Ju, Mauli und Panik Panzer lohnt sich auf jeden Fall. 

Vor wenigen Tagen bin ich auf Instagram in die DMs des Rappers geslidet. Meine Antwort auf seine Story hat er mit „gefällt mir“ markiert. Da war mir klar: Wir haben eine Connection. Dass er mir zugesagt hat, Fragen zu beantworten, war dann nur logisch. Bei der Beantwortung meiner Anfrage war Fatoni passend zur Reihe super flott: In weniger als 20 Minuten kam die Nachricht mit den Anworten.

Der Song „Nein Nein Nein Nein Nein Nein” des Rappers ist in einem Kanal des Messengers Telegram gelandet. In dem Kanal teilt der Verschwörungserzähler Attila Hildmann seine Gedanken. Dort wurde dazu aufgerufen, Fatonis Lied auf Youtube zu disliken. Der erste Teil des Refrains „Ich wünschte, es würde so einfach sein/ Einfach einfach sein, aber/ Nein! Nein! Nein! Nein! Nein! Nein!” wird auf das einfache Schwarz-Weiß-Denken bezogen, welchem Verschwörungserzähler*innen oft verfallen. Einige bekannte Gesichter dieser Erzähler*innen werden im Video mit einem großen Kreuz gestrichen. 

1. Dein aktueller Track „Nein Nein Nein Nein Nein Nein“ ist in Attila Hildmanns Telegram-Kanal gelandet. Hat dich der Durchbruch verändert?

Nein. Leider nicht.

Fatoni ist als Schauspieler beispielsweise in einer Folge der Serie Rosenheim-Cops dabei gewesen. In vielen Interviews erzählt er davon, dass er gerne als Tatort-Kommissar gecastet werden würde. Aber kein Tatort ohne ein Ermittlungsteam, oder?

2. Aus welchen Rapper*innen würde dein Tatort-Ermittlungsteam bestehen?

Nura und Ich. Danger Dan wäre der Pathologe.

Die Rapperin Nura haben wir auch in unseren Artikeln zu female und queerem Rap und BIPoC-Musik thematisiert. Danger Dan ist ein häufiger Feature-Gast auf Fatonis Tracks und Mitglied der Antilopen Gang. 

3. No pressure, aber kannst du uns etwas zu kommenden Tracks spoilern?

Ich hab was mit Edgar Wasser gemacht, wer hätte das gedacht?! 😱

Gut, das war tatsächlich vorhersehbar. Die beiden haben schon etliche Singles gemeinsam und meistens mit Juse Ju veröffentlicht. Ob in „DA.YO.NE ~”, „7Eleven” oder „Inside Job” die zwei beziehungsweise drei (mit Juse Ju) harmonieren 1A. Kommen sie auf einem Track zusammen, gibt es immer guten Rap, entspannte Beats und Lyrics zum Mitdenken.

4. Wenn du ein Gemüse wärst, welches wäre das?

Eine Zucchiniblüte.

Die Antwort ist weird? Einige Tage vor der Beantwortung der Fragen, ist das Thema Zucchiniblüte schon bei Musikjournalistin Jule Wasabi aufgetaucht. Sie zeigt auf Instagram regelmäßig Rezepte und hat zuletzt ein Gericht mit gefüllten Zucchiniblüten gekocht. Beide halten Informationen zu ihrem Privatleben und Partner*innen geheim. Auch in einem Interview von 2015, in dem die beiden sich kennengelernt haben, schienen sie sich direkt gut zu verstehen. Fans (ich) hoffen, dass die beiden ihre mögliche Liebe bald öffentlich machen.

5. Würdest du lieber nur noch auf Englisch rappen oder nur noch Autokino-Konzerte spielen?

Ich nehme Antwort C. Einfach nur noch Singer-Songwriter-Lagerfeuer-Lieder spielen.

6. Die Orsons und du habt euch zuletzt häufiger auf Instagram getaggt: Dürfen wir uns auf ein Feature freuen?

Wir kennen uns seit 15 Jahren und haben es bisher nicht geschafft, deshalb denke ich wahrscheinlich eher nicht.

7. Hast du eine*n Deutsch-Rap Newcomer*in, den*die wir auf dem Schirm haben sollten?

Die P.

Die P ist Rapperin aus Bonn. Sie macht deutschen Hip-Hop mit klarer Attitüde: „Mach Platz” heißt ihre erste Single und ihr Instagram-Account. 2020 ist die EP „Tape” erschienen. Darauf thematisiert sie unter anderem ihren Weg in die Rap-Welt und appelliert an Respekt vor Kulturen. Hier kannst du in ihre Musik reinhören.

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