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AppSchalten – Digital Detox mit dem Smartphone

AppSchalten – Digital Detox mit dem Smartphone

Digital Detox mit dem Smartphone. Klingt zunächst paradox. Tatsächlich gibt es aber bereits viele Apps, die dem Nutzer genau dabei helfen sollen, sein Handy zur Seite zu legen. Drei davon werden hier vorgestellt.

Wer kennt das nicht? Eigentlich wollte man lernen, davor nur ganz kurz die Nachrichten am Handy checken. Und dann wird aus dem „kurz“ doch eine halbe Stunde. Oder man hat gerade mal einen kleinen Durchhänger beim Lesen der Fachliteratur, greift aus Frust automatisch nach seinem Handy. Und schon wieder verbringt man mehr Zeit daran als eigentlich gewollt. Eine vermeintliche Lösung findet sich ganz woanders als erwartet: Im Appstore. Es gibt eine große Bandbreite an Anwendungen, die einem dabei helfen sollen, die Zeit am Smartphone zu regulieren. Drei Beispiele sind Quality Time, Offtime und Forest.

Mit Quality time messen wie viel Zeit man verbraucht

Bei Quality Time handelt es sich um eine App, die alle Aktivitäten am Handy misst. Sie zeigt jedes Mal vor dem Entsperren des Smartphones an, wie viel Zeit man an diesem Tag bereits daran verbracht hat und wie oft dieses entsperrt wurde. Geht man direkt auf die App, so wird einem zusätzlich angezeigt, mit welchen Apps man wieviel Zeit verbracht hat. Quality Time hilft dabei, dem Nutzer ein umfassendes Bild über die eigene Handynutzung zu vermitteln. Und das kann dabei auch eine abschreckende Wirkung haben. Man wird auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt. Ob man das Handy künftig öfter weglegt, entscheidet man jedoch selbst.

Apps sperren mit Offtime

Anders ist das bei Offtime. Denn diese App sperrt bei Verwendung andere Apps und Bereiche des Smartphones. Besonders praktisch ist, dass man ganz genau einstellen kann, welche Apps man während seiner Offtime weiterhin verwenden möchte. Wenn man zum Beispiel eine Lernapp verwendet oder Fotos in der Galerie hat, auf die man zugreifen muss, so kann man diese für die Verwendung während der Offtime zulassen. Alle anderen Apps werden jedoch gesperrt. Versucht man trotzdem auf eine gesperrte Anwendung zuzugreifen, erfolgt eine Erinnerung daran, dass man sich in einer Auszeit befindet. Natürlich kann Offtime jederzeit abgebrochen werden.

Mit Forest Spaß am Digital Detox

Eine verspieltere Alternative zu Offtime ist Forest. Hier wird für jede absolvierte Auszeit ein virtueller Baum gepflanzt. Je länger die Zeit, umso größer der Baum. Am Ende des Tages, der Woche oder des Monats kann man den Wald einsehen, den man insgesamt gepflanzt hat. Und wem die virtuellen Bäume noch nicht ausreichen, kann die Proversion erwerben: Dort hat der Nutzer die Möglichkeit mit gesammelten Münzen echte Bäume zu pflanzen. Das Konzept ist motivierend und macht Spaß. Ein Nachteil an der App ist allerdings, dass man, im Gegensatz zu Offtime, abgesehen von der Telefonfunktion keine anderen Bereiche des Smartphones nutzen kann. Solange ein Baum gepflanzt wird, kann man also weder Musik hören noch online einen Begriff nachschlagen.

Fazit

Alle drei Apps motivieren auf ihre eigene Art und Weise, das Smartphone für eine Zeit lang zur Seite zu legen und ohne Ablenkung zu lernen. Allerdings sollte man sich doch für eine oder maximal zwei der vorgestellten Anwendungen entscheiden, da zu viele Apps dann doch schnell wieder eine neue Ablenkung erzeugen können — weniger ist mehr. Natürlich ziehen die Apps während der Nutzung auch weiterhin Strom. Das Ausschalten des Handys ist wohl die energiesparendste Alternative. Wem das jedoch zu extrem ist, helfen Offtime, Quality time und Forest auf jeden Fall dabei, das Handy beim Lernen zur Seite zu legen.

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