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OTTcasts: Alles gesagt?
Dunkel Hell

OTTcasts: Alles gesagt?

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  • In unserer Reihe stellen wir euch die liebsten Podcasts unserer Redaktion vor. Heute präsentiert euch Anna ihren liebsten Podcast: Alles Gesagt?

8 Stunden und 41 Minuten. Das ist Rekordlänge bei „Alles Gesagt?“, dem Interviewpodcast, bei dem der Gast entscheidet, wann er zu Ende ist. Kann jemand wirklich so lange etwas Interessantes erzählen? Ja!

ZEITmagazin-Chefredakteur Christoph Amend und ZEIT-ONLINE-Chefredakteur Jochen Wegner interviewen Gäste aus Politik, Fernsehen und Netz. So unterschiedlich wie diese sind auch die Folgen und ihre Themen: Es geht von politischen Diskussionen mit Robert Habeck oder Christian Lindner bis zu Lena Meyer-Landrut, die über alles außer Politik sprechen will.
Amend und Wegner wirken, als hätten sie jeden Artikel, der schon über ihren Gast geschrieben wurde, vorher gelesen und diese Recherchearbeit macht ihre Fragen so spezifisch und die Antworten so interessant. Zwischendurch wird noch gegessen und meist über Wein diskutiert.

Da alle Zeit haben, werden nicht nur die typischen Fragen gestellt, sondern auch Anekdoten erzählt und Nischenthemen besprochen. Es ist kein Podcast, bei dem man jede Folge gehört haben muss, aber wenn jemand vorbeikommt den man persönlich feiert, sollte man die Stunden auf jeden Fall investieren!

Besonders gute Folge: Rezo, warum willst du Bundeskanzler sein? In der Folge mit der Rekordlänge erzählt Rezo über sein Youtubevideo Die Zerstörung der CDU und wie die Zeit danach für ihn ablief, sein Informatikstudium und seine Musik. Selbst dann interessant, wenn man kein Fan seines Youtubekanals ist.
Wenn es etwas kürzer sein soll: In der Folge Sophie Passmann, warum hassen Sie Menschen? spricht die Feministin fast vier Stunden lang über ihre Kindheit auf dem Dorf, über ihre Depression und über Humor und singt Bella Ciao mit den Redakteuren.

Für Fans von: den jeweiligen Gästen und langen Diskussionen.

Das gewisse Etwas: Der Podcast wirkt nicht wie ein Interview, sondern wie ein Gespräch und vermittelt das Gefühl, den Gästen viel näher zu kommen, als es sonst möglich ist.

Von zwei Journalisten, die einfach wissen, wie sie gute Interviews führen für Menschen mit sehr viel Freizeit. Also perfekt für die Selbstisolation in Coronazeiten und zum Hören während des Wohnungsputzes.

Catchphrase des Podcast: Eine richtige Catchphrase gibt es nicht, aber dafür eine Einstiegsmelodie wie bei allen ZEIT-Podcasts. Der häufigste Satz lautet wohl: „Wir haben Zeit“. Immer, wenn ein Gast versucht, einer Frage auszuweichen, weil das alles viel zu lange dauere, um es zu erklären, kommt er zum Einsatz. Denn genau für diese Geschichten ist das Format geeignet. Außerdem werden die Gäste jedes Mal bei dem Spiel „A oder B oder weiter“ mit Fragen wie „Trump oder Putin?“ konfrontiert.

Folgendauer: Von 12 Minuten bis 8 Stunden und 40 Minuten.

Und hier findet ihr die aktuelle Folge zum Reinhören:

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