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Der Jüdische Salon

Der Jüdische Salon

Es ist Montagabend gegen 18.00 Uhr als Andreas Nachama auf dem Bildschirm erscheint. Er ist der erste Gast des Jüdischen Salongespräches – eine Veranstaltungsreihe der Jüdischen Studien der Universität Bamberg. Der Ottfried sprach mit der Organisatorin, Rebekka Denz.

Foto: Compare Fibre via Unsplash

„Jüdisch sein – gestern und heute“. So lautet die Veranstaltungsreihe der Volkshochschule Bamberg Land anlässlich des bundesweiten Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Der Jüdische Salon, organisiert von den Jüdischen Studien der Universität Bamberg, ist Teil dieser Veranstaltungsreihe und fand am Montagabend zum ersten Mal statt. Rund 40 Teilnehmende folgten der Einladung, zu einem Abend des Lernens und Austauschs über die Gegenwart jüdischen Lebens. Die Salonabende stehen unter der allgemeinen Überschrift: Veränderte jüdische Öffentlichkeit in Deutschland. Zu Gast am Montagabend war der Rabbiner, Historiker und Publizist Andreas Nachama. Er wurde 1951 als Sohn des Shoah Überlebenden Estrongo Nachama in Berlin geboren. Nachama gewährte dem Publikum einen Einblick in sein Leben und sprach unter anderem über seine Arbeit als Rabbiner und seine Zeit als ehemaliger Direktor des Dokumentationszentrums „Topografie des Terrors“ in Berlin. Angedacht war das einstündige Gespräch als eine gemeinsame Entdeckungsreise. Nachama schaffte es, das Publikum durch seine sympathische Art auf genau diese Entdeckungsreise mitzunehmen.

Im Spätsommer 2020 entwickelte Rebekka Denz, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Judaistik in Bamberg, gemeinsam mit der Musikerin Maria S. Becker und dem Leiter der Volkshochschule Bamberg Land, Joachim Schön, die Veranstaltungsreihe „Jüdisch sein – gestern und heute“. Die Veranstaltungen sind ein gemeinsames Projekt der vhs Bamberg Land, der Liberalen Jüdischen Gemeinde Bamberg und der Professur für Judaistik.

„Die Veranstaltungsreihe soll Anstöße zum Nachdenken geben, zum Voneinander Lernen führen, Gespräche auf Augenhöhe von nichtjüdischen und jüdischen Menschen anstoßen“ heißt es in der Programmbroschüre.

Die Idee des Salons ist zu zeigen, dass vielfältiges jüdisches Leben in Deutschland wieder möglich ist

Die Salongespräche seien der Kernbeitrag der Jüdischen Studien für die Veranstaltungsreihe, erzählte uns Rebekka Denz, Die Idee des Salons ist zu zeigen, dass vielfältiges jüdisches Leben in Deutschland wieder möglich ist“, meint Sie. Dabei ist den Veranstalter*innen wichtig, ein möglichst großes Spektrum abzubilden. Zwei weitere Salongespräche sind Anfang Juli geplant. Am 1. Juli 2021 begrüßen die Veranstalter*innen zwei in Deutschland lebende israelische Frauen, die über ihren Alltag in Berlin und München berichten. Während dieser Termin für alle Interessierten zugänglich ist, ist der dritte und letzte geplante Salonabend, am 6. Juli 2021, ein exklusives Angebot für Studierende. Meet a Jew“ ist ein Projekt des Zentralrates der Juden und als eine Begegnung auf Augenhöhe angedacht. Zwei junge, jüdische Menschen gewähren an diesem Abend einen Einblick in ihren Alltag – unkompliziert und informell.

INFO

Die kommenden Salonabende finden über Zoom statt. Weitere Informationen findet ihr unter https://www.uni-bamberg.de/judaistik/forschung/veranstaltungen/.

Die Anmeldung für die online Veranstaltungen erfolgt per E‑Mail an judaistik@uni-bamberg.de.

Weitere Informationen zu der Veranstaltungsreihe der vhs Bamberg Land findet ihr unter https://www.vhs-bamberg-land.de.

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