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Die Unileitung lacht sich ins Fäustchen
Dunkel Hell

Die Unileitung lacht sich ins Fäustchen

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  • Unser Autor Fridolin Skala kommentiert die Ergebnisse der Hochschulwahlen und zeigt auf, welche Konsequenzen aus der niedrigen Wahlbeteiligung zu ziehen sind.

Die niedrige Wahlbeteiligung zeigt wieder einmal: 89 Prozent der Bamberger Studierenden ist es egal, wie sich ihr Studium gestaltet. Besonders deutlich wird das an der GuK, wo mit 9,24 Prozent Wahlbeteiligung erneut die 10 Prozent-Marke unterschritten wurden.

Interesse an der Hochschulpolitik lässt sich nicht erzwingen. Zwei Fakten dürfen aber nicht ignoriert werden: Bei allen Diskussionen mit der Unileitung haftet den Studierendenvertretern der Makel an, nicht ausreichend legitimiert zu sein. Wichtiger ist aber, dass die Hochschulpolitik für alle Studierenden relevant ist: Zwangsanmeldungen zu Prüfungen, die Angebote der Bibliotheken, die Systemakkreditierung und der freie Softwarezugang sind nur einige Beispiele dafür. Als Schmankerl der nächsten Wahlperiode kommt hinzu, dass die Entscheidung über eine weitere Amtszeit von Universitätspräsident Godehard Ruppert und damit der universitären Ausrichtung ansteht.

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Deshalb müssen mindestens drei Gruppen Konsequenzen aus den Wahlergebnissen ziehen:

Zunächst müssen die Studierendenvertreter andere Wege finden, um ihre Themen in die Studierendenschaft zu tragen. Stellungnahmen und Beschlüsse online zu stellen und per Facebook-Veranstaltungen zu Sitzungen einzuladen, reicht offensichtlich nicht aus. An diesen Punkt anknüpfend müssen zweitens auch die journalistischen Hochschulgruppen aktiver werden. Sie sollten nicht nur vor den Wahlen, sondern über das gesamte Semester hinweg die politische Hochschularbeit begleiten und kommentieren. Nur so kann eine Öffentlichkeit geschaffen werden, die der Reichweite und Bedeutung der hochschulpolitischen Themen gerecht wird. Vor allem aber müssen die Studierenden ihre Einstellung ändern. Niemand ist gezwungen selbst für Senat oder Konvent zu kandidieren. Wenn es aber schon Kommilitonen gibt, die sich darum kümmern wie unser Studium abläuft, sollte man ihnen zumindest den Rücken stärken und fünf Minuten im Jahr bei den Wahlen investieren.

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