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Strand, Stadt, Bamberg?

Strand, Stadt, Bamberg?

Hier geht es zum kompletten Interview mit Joachim Krohn

Laut Joachim Krohn soll es schon ab dem zweiten Juni möglich sein in Bamberg einen Nachmittag am Strand zu verbringen. Gemeinsam mit seinem Partner Markus Zametzer plant er die Eröffnung des Stadtstrandes Bambergs. Unter dem Motto „Weltkulturerbe trifft auf Küstenstadt“ soll auf einem Abschnitt des alten Hallenbadparkplatzes, in Nähe der Löwenbrücke, ein Ort der Entspannung entstehen.
Titelbild: Zametzer & Krohn GbR

Auf einer Gesamtfläche von 1200qm sollen dort 500qm Sandfläche, 230 Außensitzplätze und ein 100qm großes Strandhaus erschaffen werden, und zunächst bis zum elften September genutzt werden können. Original Ostsee Strandkörbe sollen dem Strandfeeling noch den letzten Schliff geben. Bisher wurde das Projekt vom örtlichen Bau‐ und Werkssenat gebilligt. Es fehlen noch ein positives Lärmschutzgutachten und die Bestätigung des Wasserwirtschaftsamtes Kronach. Dies sei jedoch laut Krohn wahrscheinlich kein Problem, da es schon eine positive Voruntersuchung zum Lärmgutachten gibt und sich die Fläche des Bamberger Stadtstrandes auf weitaus sichereren Gelände befindet als bisherige Stadtstrände.

Foto: Zametzer & Krohn GbR
Foto: Zametzer & Krohn GbR

Der Veranstalter Zametzer & Krohn GbR ist in Bamberg vor allem durch die Kooperation mit dem Bamberger Stadtmarketing bei dem Bamberger Weinfest und weiteren Projekten ein Name. Während Zametzer & Krohn GbR in Bamberg hauptsächlich als Caterer fungieren, sind sie bei fünf weiteren Weinfesten auch organisatorisch mit eingebunden. Seit einem Jahr findet sich auch der Stadtstrand in Bad Kissingen im Portfolio des Unternehmens. So formulierte Krohn es seie die „logische Konsequenz in der Branche und dem Metier weiter zu machen“.

Die neue Partymeile?
Das Feedback in der lokalen Presse und aus der Politik fällt größtenteils positiv aus. Dennoch gibt es immer wieder Bedenken, dass sich die Ereignisse des ehemaligen Bamberger Stadtstrandes am Adenauerufer wiederholen könnten. Dort gab es zu jener Zeit Lärmbeschwerden von Anwohnern und ein wachsendes Müllproblem. Dennoch habe das Konzept des „neuen“ Stadtstrandes letztendlich überzeugt: So solle der Ort der Entspannung dienen, ein Ort, an dem man sich gerne mit Freunden nach der Arbeit treffe. In dem Konzept sei kein Platz für eine Sauf‐ und Partymeile.  Neben entspannter Lounge Musik ist auch das kulinarische Angebot von Küstenstädten inspiriert.

„Wir möchten eine Atmosphäre gestalten, in der man sich erholen kann. Und da gehört Remmi‐Demmi und Partymusik nicht in unser Konzept.“
Joachim Krohn, Zametzer & Krohn GbR

Dass der Stadtstrand Bambergs Innenstadt dezentralisieren werde, sei weder Ziel, noch im großem Maße wahrscheinlich. So sei es laut Krohn das Ziel des Projektes, ein zusätzliches Angebot in der Gastronomie Landschaft Bambergs zu schaffen. Das Angebot richte sich nicht ausschließlich an Studierende, sondern sei für alle Altersklassen gedacht.
Die Gesamtkosten werden sich ungefähr auf 400.000 € belaufen. Dafür werde das gesamte Projekt in Eigenregie stattfinden. Lokale Caterer und Gastrotomien werden keine Chance haben sich an dem Projekt zu beteiligen. Dennoch werde laut Krohn großen Wert darauf gelegt, dass die Zulieferprodukte aus der Region stammen. Abzuwarten bleibt, welcher Bamberger Zulieferant frische Küstenprodukte liefern kann.

Spannend bleibt ebenso die Frage, wie dieses Projekt von den traditionellen Gastronomen an der Unteren‐ und Oberen Brücke gesehen wird. Besonders bekannte Kaffeehäuser und Eisdielen haben momentan schon mit der Schließung der Oberen Brücke zu kämpfen. Dennoch kann man sich als Bürger Bambergs schon bald auf ein weiteres Angebot für den Sommer freuen.

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