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Klimasitzung des Stadtrats — Ein Bamberger Novum

Klimasitzung des Stadtrats — Ein Bamberger Novum

Den Klimawandel leugnet im Bamberger Stadtrat niemand mehr. Über Stellenwert, Ziele und Maßnahmen debattierte der Stadtrat daher in einer Sondersitzung. 

Fotos: Ella Engel

Am Dienstag, 13. Oktober,  fand um 16 Uhr im Hegelsaal der Konzert- und Kongresshalle eine Sondersitzung des Stadtrates zum Thema Klima statt – wie mehrmals in verschiedenen Wortmeldungen betont wurde, ein „Novum“ und absolut „historisches Ereignis“.

Nach der Eröffnung der öffentlichen Sitzung durch Oberbürgermeister Andreas Starke, der die kommunale Ebene als „Ebene der Praxis“ bezeichnete und Beispiele für in Bamberg bereits umgesetzte Maßnahmen zur Erreichung von Klimazielen aufzählte, kamen drei Vertreter*innen des Klimaschutzbündnisses Bambergs, Fridays for Future und des Klimacamps zu Wort. Anhand wissenschaftlicher Fakten beschrieben sie aktuelle und zukünftige Folgen des Klimawandels und forderten die Stadträt*innen dazu auf, sich ihrer Verantwortung zu stellen und die Interessen aktueller und künftiger Generationen wahrzunehmen – und zwar während ihrer gesamten Amtsperiode.

„Die Interessen aller Generationen wahrnehmen – während der gesamten Amtsperiode“

Die Leitidee des Tages: Den Klimaschutz und damit die Eindämmung des Klimawandels und die daraus entstehenden Folgen als höchste Priorität anzuerkennen. Sämtliche Anträge, wie die Einstellung eines*einer Klimamanager*ins, die Unterstützung eines Klimabeirats und die Durchführung einer CO2-Bilanzierung, wurden beschlossen. Konsens über alle Parteien hinweg herrschte jedoch nur in einem Punkt: die Einschränkung des Stadtverkehrs und damit verbunden die Förderung ökologischer Fortbewegungsmittel, konkret des Öffentlichen Nahverkehrs, Fahrradfahrern und Fußgängern.

„Konsens herrschte in nur einem Punkt: Bei der Einschränkung des Stadtverkehrs“

Auch wenn sich anfangs Vertreter*innen aller Parteien zum Klimaschutz und zu eindämmenden Maßnahmen bekannten, sank besonders bei Parteien aus dem konservativen Spektrum die Bereitschaft hierzu, sobald über konkrete Projekte und deren Finanzierung gesprochen wurde. Dafür wurde gerne auf eigene Leistungen verwiesen und Versäumnisse anderer Parteien hervorgehoben.

Nach vier Stunden war der öffentliche Teil der Klimasondersitzung beendet. Die genauen Beschlüsse, Wortprotokolle und Abstimmungsergebnisse können auf der Website der Stadt Bamberg nachgelesen werden.

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