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Frei nach Schnauze — Best of Dialekt

Frei nach Schnauze — Best of Dialekt

Ob Norden, Osten, Süden oder Westen — die Ottfried-Redaktion kommt aus allen Ecken Deutschlands. Zum Tag des Fremdworts haben wir deshalb die geballte Ladung Dialekt für euch — mal sehen, wie viel ihr versteht!

Foto: Amadou Loureiro

Max und das Weimarer Land 

Klares Hochdeutsch? Bitte gerne, aber nicht hier! In ganz Thüringen wird ursprünglich Mundart gesprochen. Und nein, Thüringisch ist nicht dasselbe wie Sächsisch, auch wenn zugegebenermaßen in bestimmten Gebieten starke Ähnlichkeiten vorhanden sind.

Allerdings gibt es nicht den einen Thüringer Dialekt, sondern es existiert ein Schmelztiegel von verschiedenen Dialekten. Laut der Arbeitsstelle „Thüringisches Wörterbuch“ von der Friedrich-Schiller-Universität in Jena gibt es in Thüringen über 9 verschiedene Mundarten, die sich voneinander unterscheiden. So kommt es, dass der Dialekt in Südthüringen dem Fränkischen ähnelt und mit dem Ilmthüringischen gar nichts zu tun hat. Zu dem letzten Dialektgebiet zählt das Weimarer Land, aus dem der Autor dieses Textes stammt.

Die folgenden Wörter und Sätze versetzen den Autor entweder in seine Kindheit und Jugend zurück oder erzeugen Scham und Freude. Manche Ausrufe leugnet der Schreiber entschieden, überhaupt einmal selbst ausgesprochen zu haben.

Elisabeth und Hoferisch

Wer denkt, Hof liege ja doch in Franken, ist geographisch richtig. Doch sprachlich gesehen ist da nochmal ein ganz großer Unterschied, wie euch Elisabeth beweist.

Laura und das Schwobaländle

“Gottes schönste Gabe ist der Schwabe”, das dürfte ja allgemein bekannt sein. Und während der Ländle-Dialekt nicht immer so wahrgenommen wird, wissen Kenner*innen eins ganz gewiss: Schwäbisch isch sexy. Denn mit ein bissle ‑le und ganz vielen SCHs wird doch Die Welt ein ganzes Stück schöner.

Lena und Eichstätterisch

Landkreis Eichstätt. In der Mitte des Freistaats Bayern, in Oberbayern, gelegen, grenzt der Landkreis an die Regierungsbezirke Mittelfranken, Niederbayern, Schwaben und Oberpfalz. Wie wir sprechen? Das wissen wir selbst nicht so genau, Eichstätterisch halt. In der Mitte Bayerns spricht man laut Sprachwissenschaftlern ein eigentümliches Gemisch aus Oberbairisch, Fränkisch und Schwäbisch. Bei lustig wird bei uns das „st“ zu einem langem „sch“. Und nur echte Franken rollen das r so sexy wie wir. Während Berliner mich schon für eine Österreicherin hielten, Schulkameraden mich als Fränkin bezeichneten (böse Beleidigung in Oberbayern), wurde ich in Bamberg gefragt, ob ich aus der Oberpfalz komme. Wenn ich in Bamberg dann doch mal jemanden aus meiner Ecke treffe, klingt das für mich nur nach ganz viel Zuhause. Genau wie diese Wörter:

Sophie und der Süden Brandenburgs

Brandenburg — das ist das große Bundesland rund um Berlin. Und es kann mehr als DDR und saure Gurken! Zum Beispiel ziemlich coolen Dialekt:

Livia und die schönsten Seiten des Fränkischen

Franken danken — das tut Livia auf ihre Art, indem Sie den fränkischen Dialekt huldigt. Die schönsten und lustigsten Wörter aus der fränkischen Heimat:

Maike und das Sauerland

“Wo die Misthaufen qualmen, da gibt’s keine Palmen” — aber ganz viel Sauerland! Und Maikes Herz schlägt dafür, daher hier das Best-Of aus dem tiefen Westen Deutschlands.

Anna und Plattdeutsch

Aller guten Dinge sind drei: So sieht das auch Anna, die uns die Top drei der schönsten Worte aus dem hohen Norden beibringt!

Nina und die Schönheit des Wortes “fei”

Zu guter Letzt, weil es so schön war, danken wir nochmal Franken. Und das macht Nina mit dem Wörtchen “fei”, das ein ganz besonderes Lob verdient hat.

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