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Der Süden Finnlands

Der Süden Finnlands

Gibt es dort überhaupt warmes Wasser? Gibt es Strom? Oder nur Rentiere und Dunkelheit? – Das waren die Fragen, die wir uns vor unserem Kurztrip nach Finnland stellten. Zu dritt besuchten wir in der letzten Woche vor Unibeginn eine Freundin, die gerade in Finnland ein Auslandssemester absolviert. In sechs Tagen erkundeten wir den Süden Finnlands – vor allem Helsinki und die Studentenstadt Turku. Obwohl sich uns kein Rentier zeigte, haben wir in Finnland viele neue Eindrücke gewonnen.

Foto: Katharina Hoffmann und Elisa Kornherr
Foto: Katharina Hoffmann und Elisa Kornherr

Helsinki
Um zu unserem ersten Reiseziel Helsinki zu gelangen, benutzen wir die verschiedensten Verkehrsmittel von Auto, Zug, Flugzeug und Bus bis hin zur Fähre. Diese brachte uns vom Hafen Helsinkis zu einer kleinen Insel im Meer vor der Stadt, auf der sich unser Hostel befand. Auf der skandinavischen Inselgruppe existiert noch heute eine Seefestung, die zum UNSECO-Weltkulturerbe gehört. Mit ihren kleinen Holzhäuschen, Felsen und idyllischer Natur, hat die Insel Suomenlinna ihren ganz eigenen Charme. Ein absolutes Muss auf dem Festland in Helsinki ist die Felsenkirche Temppeliaukio. Das Vorzeigebeispiel für die finnische Architektur der 1960er Jahre wurde in echten Granitfels gebaut. Lässt man sich Zeit bei der Besichtigung der Kirche, verspürt man eine bewegende Atmosphäre.

Kaffepaussi
Die finnische Sprache sorgte mit ihren Verniedlichungen bei uns oft für Erheiterung. Das örtliche Busunternehmen heißt Föli, ihre überschüssigen Pfunde trainieren die Finnen in einem Fitnessstudio namens Fressi ab und anstatt Leerfahrt steht auf den Bussen Kaffepaussi. Ob Schinken auf Finnisch mit Schweiniarschi übersetzt wird, haben wir leider nicht herausgefunden.

Turku
Um dem auf die Spur zu gehen, besuchten wir an der Uni in Turku eine Stunde eines Finnisch-Kurses. Auf spielerische Weise besserten die Erasmus-Studenten dort mit dem Spiel „Wer ist es?“ ihr Finnisch auf. Die Natur rund um Turku erforschten wir zunächst durch einen Waldspaziergang um einen See. Danach machten wir uns mit einem Grill, Essen und Bier gewappnet auf zur Ostsee. Beim anschließenden Grillen bei einem Grad Celsius erklärte uns sogar ein vorbeikommender Finne für verrückt.

Lichter in der Nacht
An einem Abend zogen uns die Eilmeldungen der App „Aurora now“ über die ansteigende Aktivität der Polarlichter hinaus in die nächtliche Kälte Finnlands. Ausgestattet mit dicken Schals, Mützen und Kameras, gingen wir zum nahegelegenen See. Mit hoher Wahrscheinlichkeit waren das grünliche Schimmern hinter der dicken Wolkendecke die Nordlichter. Wir sind zumindest davon überzeugt.

Unser Fazit
Es hat sich definitiv gelohnt fünf Nächte auf Luftmatratzen und Sofas zu schlafen, um Finnland kennenzulernen. Das teure, aber liebenswerte Land hat mit seinen skandinavischen Eindrücken für neue Energie vor Semesterbeginn gesorgt. Nun wissen wir auch, dass warmes Wasser und Strom dort ausreichend vorhanden sind.

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