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Eurovision Song Contest – Europa trällert wieder

Eurovision Song Contest – Europa trällert wieder

ESC –Diese Abkürzung findest Du nicht nur im links oberen Eck deiner Tastatur, sondern auch als Akronym des Musikwettbewerbs Eurovision Song Contest.  Das Finale dieses Jahr findet am kommenden Samstag statt. Hier kommen Facts und Prognosen, damit ihr beim ESC dieses Jahr eine gute Figur macht.

Foto: Youtube / Eurovision Song Contest

Nach Nettas Sieg 2018 in Lissabon wird der ESC dieses Jahr von Israel ausgerichtet. Er findet am 18.5.2019 zum 64. Mal statt. Unter dem diesjährigen Motto „Dare to dream“ treten 41 Länder an. Dabei qualifizieren sich in den zwei Halbfinalen jeweils zehn für das Finale am Samstag. Wie immer sind zudem die „Big 5“ Deutschland, Italien, Spanien, UK und Frankreich durch ihre finanzielle Unterstützung und das Gastgeberland Israel automatisch qualifiziert.

Klugscheißerwissen:

  • Neben alten ESC‐Gesichtern, wie Måns Zelmerlöw, wird auch Popstar Madonna auftreten –nicht als Teilnehmerin, sondern als Gast.

  • Wie deutschlandfunk.de berichtete, wurden schon im September letzten Jahres (prominente) Stimmen für den Boykott des ESC in Israel laut. Sie fordern den Abzug der Investitionen an Israel sowie Sanktionen. Am 1. Mai kamen Gegenstimmen auf, welche sich für den ESC als friedliches und unpolitisches Event stark machten.

  • Der schwedische Teilnehmer John Lundvik wirkte auch beim Verfassen des Songs „Bigger Than Us“ mit, entschied sich aber dagegen, den Song selber für Schweden zu performen. Stattdessen wird er mit „Too Late For Love“ an den Start gehe. „Bigger Than Us“ wird hingegen von Michael Rice für die Briten performt.

  • Die ukrainische Sängerin MARUV sollte eigentlich ihr Land beim ESC vertreten. Nachdem der Fan‐Liebling sich weigerte, einen Vertrag zu unterschreiben, der ihr verboten hätte, in Russland aufzutreten, entschied sich der Ukrainische Sender die Teilnahme am Wettbewerb zurückzuziehen.

  • Zwei Partizipanten des ESC 2016 haben ein Wiedersehen als Teilnehmer dieses Jahr: der Russe Sergey Lazarev und der Türke Serhat für San Marino.

Prognosen:

Platz 1:

Italien steht nicht nur auf der Zusammenstellung der Wett‐Favoriten der OGAE, einem Fanclub Netzwerk, ganz oben, sondern auch in dieser Vorhersage. Mahmood bringt mit „Soldi“ einen ungewohnten Touch zum ESC, der zwischen den ganzen peace‐peace‐love‐love‐Liedern erfrischt. Er singt über die Beziehung zu seinem Vater und bringt seine Botschaft überzeugend und cool rüber.

Mahmood (Italien) hat mit “Soldi” guten Chancen auf den Sieg. Foto: Attilio Cusani

Top 10:

Neben Italien, wird sich Duncan aus den Niederlanden mit „Arcade“ direkt dahinter gesellen. Auch gute Chancen auf einen Platz in den Top 10 hat der Schweizer Luca Hänni, den man schon als Sieger von DSDS 2012 kennt. Neben seinem Song „She Got Me“ haben auch andere Upbeat‐Nummern Aussicht auf Erfolg: „Replay“ von Tamta für Zypern, „Better Love“ der Griechin Katerine Duska, „Chameleon“ von Michaela Pace aus Malta und „La Venda“ des Spaniers Miki. Australien hat den begehrten vorletzten Startplatz im Finale bekomme. Mit “Zero Gravity” von Kate Miller‐Heidke gelten die Nicht‐Europäer damit als Geheimtipp.
Schweden kann sich auch dieses Jahr wieder sehenlassen: Sie präsentieren mit „Too Late For Love“ einen gut produzierten Gospel‐Song. Zudem hat das Trio KEiiNO aus Norwegen mit ihrem Lied „Spirit In The Sky“ gute Chancen: trashiger Eurodance‐Pop ging beim ESC schon immer. Neben diesen ESC‐typischen Beiträgen wird wird wohl auch die Band Hatari aus Island einen Platz in der Top 10 finden. Ihre düstere, isländische Nummer „Hatrið mun sigra“ bleibt im Kopf – sowohl visuell durch Latex und Gesichtsmasken, als auch auditiv.

Letzter Platz:

Nachdem in den Halbfinalen am Dienstag und Donnerstag vor dem Finale des ESC schon einige Totalausfälle ausgesiebt wurden, sind unter anderem Georgien, Kroatien, Weißrussland und auch Montenegro am Samstagabend nicht mehr zu sehen. Im Finale könnte das Gastgeberland letzter werden: Israel schickt eine relativ öde Ballade und wird so maximal ein paar Mitleids‐Punkte bekommen.

Deutschlands Platz:

Mit einer guten Performance könnte das Duo S!sters mit „Sister“ im Finale etwa 5 Länder hinter sich lassen. Die beiden haben seit ihrem Sieg des deutschen Vorentscheides einige Veränderungen vorgenommen: Outfits, Bühnennutzung und Choreographie wurden optimiert. Weil ihr Beitrag trotzdem zu wenig aus der Masse heraussticht, werden sie im letzten Drittel der 26 Finalisten landen.

Das Duo S!sters soll einen letzten Platz wie 2017 verhindern. Foto: NDR/Hendrik Lüders

Trinkspiel:

Mit drei Freunden und unseren Bingo‐Karten kannst du ESC‐Bingo spielen. Wie beim normalen Bingo auch kreuzt du dabei an, was tatsächlich eintrifft. Wer als erster fünf angekreuzte Felder in einer Reihe hat (auch diagonal), gewinnt.

Bei jedem Kreuz muss getrunken werden, bei Ankreuzen von Feldern im Eck darf der Spieler zwei Shots an seine Mitspieler verteilen. Der Gewinner darf fünf Shots verteilen.

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