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“Ich werde mich für die Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft einsetzen”

“Ich werde mich für die Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft einsetzen”

Am 11. und 12. Juni sind Hochschulwahlen. Unter anderem kannst du dabei deine studentischen Vertreter im Senat wählen. Wir haben Stefanie Neumann, Spitzenkandidatin der Liste AstA Fachschaften, Juso‐HSG, Grünen Hochschulgruppe (GHG), Sozialistisch‐Demokratischer Studierendenverband (SDS), USI gefragt, warum sie die richtige für den Job ist.


Wer bist du?
Ich heiße Steffi, bin 22 Jahre alt und studiere Gymnasiallehramt für Englisch, Deutsch und Philosophie. Für den Senat kandidiere ich jetzt zum zweiten Mal. Im vergangenen Jahr habe ich viel Erfahrung sammeln dürfen im Senat und im Hochschulrat, was mir sicherlich in dem Fall, dass ich erneut gewählt werde, nützlich sein wird.

Auf welche hochschulpolitischen Erfolge bist du stolz?
Ich war im vergangenen Semester beim studentischen Aktionskreis gegen Studiengebühren engagiert. Wir haben Flyer verteilt, eine Demo organisiert und während der Unterschriftensammlung täglich Leute ins Rathaus begleitet. Ich denke, dass unser Aktionskreis auf jeden Fall einen Anteil der über 19% Unterschriften in Bamberg erreicht hat und darauf stolz sein kann.

Was willst du im Senat für die Studierenden erreichen?
Im Senat und im Hochschulrat ist es mir wichtig, die Meinung der Studierenden nachdrücklich zu vertreten, auch wenn ich den anderen Mitgliedern damit auf die Nerven gehe. Auch versuche ich, mich gegen Zulassungsbeschränkungen und zu viele Modulteilprüfungen einzusetzen und bei Berufungslisten das Votum der Studierenden aus den Fachschaften in den Vordergrund zu stellen.

Die studentischen Vertreter bzw. Vertreterinnen sind ja im Senat in der Minderheit. Inwiefern kann man da überhaupt etwas bewegen?
Natürlich ist es schwer beziehungsweise unmöglich als Studierendenvertreter_in* in Senat und Hochschulrat in Abstimmungen das Ruder rum zu reißen. Allerdings können wir auf Ungereimtheiten sowie Gesetzmäßigkeiten aufmerksam machen, die den anderen Mitgliedern entgangen sind, und dadurch Entscheidungen beeinflussen.

Wie wichtig sind die studentischen Senatoren eigentlich?
Die studentischen Senator_innen sind zum einen wichtig, da sie Ansprechpartner_innen für die Unileitung, die Verwaltung, die Presse und die Öffentlichkeit sind. Zum anderen sind die Senator_innen die Verbindungsglieder zwischen allen, die in der Studierendenvertretung tätig sind, also den Hochschulgruppen, den Referaten und den Fachschaften.

Welche konkreten Vorhaben hältst du für das kommende Jahr im Senat für realisierbar?
Im kommenden Jahr werde ich mich besonders für die Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft einsetzen, die vor genau 40 Jahren von der bayerischen Landesregierung verboten wurde. Um das allerdings zu ändern, ist erst noch Bewegung in der Politik nötig.

Gibt es noch etwas das du los werden möchtest?
Damit die Vertreter_innen der Studierenden tatsächlich von der Unileitung ernst genommen werden, ist es wichtig, dass möglichst viele Studierende am 11. und 12. Juni zur Hochschulwahl gehen und mit ihrer Wahl die Vertreter_innen legitimieren. Daher: Informiert euch und geht wählen! Danke!

Foto: Lisa‐Maria Keck

(*Anm. d. Red. diese Form des Genderings entspricht den Richtlinien der AstA Fachschaften, Juso‐HSG, Grünen Hochschulgruppe (GHG), Sozialistisch‐Demokratischer Studierendenverband (SDS), USI)

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