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Anwesenheit Pflicht? Leider nicht!

Anwesenheit Pflicht? Leider nicht!

Am Dienstagnachmittag hatte die Studierendenvertretung wieder zur uniweiten Vollversammlung geladen. Zwar ist es nach wie vor schade, dass nur äußerst wenige Studierende die Möglichkeit wahrnehmen, ihre Probleme mit den studentischen Vertretern zu teilen, dennoch kamen wieder zahlreiche interessante Themen zur Sprache.

 

Besonders die Anwesenheitspflicht für Lehrveranstaltungen sorgt nach wie vor uniweit für Diskussionen. Nochmals stellten die studentischen Vertreter klar: Es herrscht generell kein Zwang zur Anwesenheit, weder für Vorlesungen, noch für Seminare. Nur wenn eine solche Anwesenheitspflicht samt den zugehörigen Sanktionen ausdrücklich in der jeweiligen Prüfungsordnung festgeschrieben ist, gilt sie auch. Das Führen von Anwesenheitslisten zu Evaluationszwecken ist den Dozenten aber durchaus gestattet. Studierende, deren Dozenten sich nicht an die Regelung halten, wurden gebeten sich mit der jeweiligen Fachschaft in Verbindung zu setzen.

Auch der freie Zugang zu Masterstudiengängen für alle Bachelor‐Absolventen steht ganz weit oben auf der Agenda der Studierendenvertretung. In vielen Studiengängen wird der Master immer wichtiger, da ein Bachelor‐Abschluss als Berufsqualifikation oft nicht mehr ausreicht. Auch wenn es an der Universität Bamberg für keinen Masterstudiengang einen Numerus Clausus gibt, so ist in den meisten Fällen dennoch eine Prüfungsgesamtnote von 2,5 oder besser erforderlich, um für den Master zugelassen zu werden.

Neben der generellen Vorstellung der Arbeit der Studierendenvertretung bekamen auch die zahlreichen Referate im Rahmen der Vollversammlung die Möglichkeit, sich kurz zu präsentieren. Aber auch konkrete Fragen der anwesenden Studenten wurden, sofern möglich, beantwortet oder an die zuständigen Fachschaften weitergeleitet. Wie sieht es aus mit einem Nachfolger für das ungünstig gelegene Sportgelände am Volkspark? Wird es auf der ERBA in naher Zukunft eine echte Mensa geben? Auch wenn beide Wünsche in ihrer Umsetzung kurzfristig eher unwahrscheinlich sind, setzt sich die Studierendenvertretung mit diesen Themen auseinander.

Im März 2014 finden in Bamberg die nächsten Kommunalwahlen statt. Vor allem mit Blick auf die zunehmende Einschränkung des studentischen Lebens durch die Stadt Bamberg (Alkoholverbote, zeitige Sperrstunde, Erschweren der Organisation von Veranstaltungen durch übermäßige Sicherheitsvorschriften) forderten die studentischen Vertreter dazu auf, sich an den Wahlen zu beteiligen und sich rechtzeitig spätestens zwei Monate vor der Wahl mit Erstwohnsitz in Bamberg anzumelden. Besonders groß scheint das Bedürfnis nach politischer Mitbestimmung bei den meisten Studierenden aber nicht zu sein. Das lässt zumindest die spärliche Beteiligung an der Vollversammlung vermuten, hier wäre Anwesenheitspflicht vielleicht mal angebracht.

Foto: Jürgen Schabel (Pressefoto Universität Bamberg)

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