Unileitung will U7 zurück
von Mario Nebl | Donnerstag, 10. Dezember 2009

Foto: Christian HellermannGeht es nach der Unileitung, sollen die Besetzenden der U7 "in angemessener Zeit" entscheiden, ob sie die alte Bibliothek wieder freigeben.

Mit der Veröffentlichung ihrer Beschlüsse vom 9. Dezember macht sie deutlich, dass sie ein baldiges Ende der Besetzung erwartet.

 

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Nach fast einem Monat soll also Schluss sein. Am vergangenen Mittwoch hat die Universitätsleitung ihre Beschlüsse über die anhaltende Besetzung des großen Hörsaals in der U7 veröffentlicht. In dem Positionspapier wird von den Besetzenden eine schnelle Entscheidung über den Fortgang ihrer Protestaktionen eingefordert, bis dahin will die Universität die Besetzung weiter dulden.

Die Verantwortlichen fordern mehr Zeit

Die Unileitung begründet ihre neue Gangart den Besetzern mit dem Hinweis, dass sowohl die Politik, als auch die Gremien der Universität auf die Forderungen der Studierenden eingegangen seien. Für die anhängigen Beschlüsse und deren sorgfältige Umsetzung benötige man jetzt Zeit, die Studierenden seien dazu eingeladen, die Bemühungen in der Gremienarbeit zu unterstützen.

Dem halten die Besetzenden in ihrer Reaktion entgegen, dass die Verantwortlichen bisher nur wenige, zumal nicht zentrale Forderungen mit Willensbekundungen bedacht hätten. Zur geforderten Senkung der Studienbeiträge in Bamberg auf 300 Euro und zu vielen anderen Punkten des  Forderungskatalogs sei bisher nichts Konkretes von den Verantwortlichen zu hören gewesen.

Daher könne man eine Entscheidung über das Ende der Besetzung nur vom Verhalten der Gremien in der nächsten Zeit, vor allem aber von den Ergebnissen der Senatssitzung am 23. Dezember, abhängig machen.

Inakzeptable Alternativen

Für den Fall einer freiwilligen Räumung der U7 bietet die Unileitung den Besetzenden Platz für einen Informationsstand in verschiedenen Universitätsgebäuden an. Im Gespräch sind die Vorräume in der U7 und der U11, vor dem größten Hörsaal der Innenstadt im Markushaus und der Aufenthaltsraum im Hochzeitshaus.

Gerade weil die Besetzenden die Verbesserung der Lehre forderten, seien sie jetzt in der Pflicht auf dieses Angebot einzugehen und die "Situation der Lehre über Gebühr durch gezielten Entzug eines Hörsaals" nicht weiter zu belasten.

Die Besetzenden weisen dagegen diese Argumentation von sich und betonen, dass die Arbeit der Studierenden im Bildungsstreik mit einem bloßen Infostand nicht weitergeführt werden könne.

Besetzende wollen Aktionen forcieren

"Wir werden unsere laufenden Aktionen, den Anwesenheitslistenboykott und die Briefaktionen, weiter ausbauen und neue initiieren", sagt einer der aktiven Besetzenden auf die Frage, wie das Plenum auf die neue Sachlage zu reagieren gedenke. Außerdem werde man versuchen, der latenten Räumungsdrohung seitens der Unileitung mit einem höheren Mobilisierungsgrad entgegenzuwirken.

"Wir waren in den letzten Tagen wirklich zu wenige Aktive, das muss sich ändern", stellt der Mitarbeiter des AK Öffentlichkeit fest. "Aber mit ihrer Stellungnahme hat die Unileitung uns eine Steilvorlage gegeben. Die werden wir nutzen und noch einmal richtig Gas geben. 300 Leute sind schwerer zu vertreiben als 30."

 

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Zuletzt geändert: Dienstag, 19. Januar 2010
 
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