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Uni erlaubt sich fiesen Aprilscherz

Uni erlaubt sich fiesen Aprilscherz

Fährshuttle zwischen Innenstadt und ERBA ist nicht für Studierende gedacht.
Titelbild: Larissa Günther
Die Bamberger Studierenden waren begeistert, als die Universität heute Morgen verkündete, zwischen den Unistandorten Kranen, Markushaus und ERBA eine Fährlinie einzurichten (siehe dazu die Meldung der Universität Bamberg). Man hoffte, sich als kleine Entspannung zwischen den Vorlesungen wahlweise zu den Grachten Amsterdams oder auf die Kanäle Venedigs zu träumen, während die „Franken“ sanft über die Regnitz schippert.
Doch das Misstrauen, mit dem heute, am 1. April, viele Nachrichten oder Facebook-Meldungen gelesen werden, ist berechtigt: Es handelt sich auch hierbei um einen Aprilscherz der Universität.
Wie Recherchen der Ottfried-Redaktion ergaben, soll tatsächlich ab dem 2. Mai eine neue Fährlinie auf der Regnitz den Betrieb aufnehmen. Das bestätigte Stadtwerke-Verkehrsbetriebsleiter Peter Scheuenstuhl. Von dieser Fähre profitieren jedoch nicht die Studierenden, sondern ausschließlich Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert, der Universitätspräsident. Sein Büro äußerte sich nur schriftlich auf eine Anfrage des Ottfried, wonach das Fährschiff „Franken“ (inklusive Kapitän und Steuermann) ab dem kommenden Sommersemester in den Fuhrpark des Präsidenten aufgenommen werden soll. In der Begründung heißt es, in den heißen Sommermonaten sei es Herrn Prof. Dr. Dr. habil. Ruppert nicht zuzumuten, in einem stickigen Audi A8 durch die Stadt zu fahren. Zudem würde das Verkehrsaufkommen in den ohnehin schon engen Straßen der Innenstadt zu erheblichen Verzögerungen führen. Zwar sei auch über den Kauf eines Hubschraubers nachgedacht worden, diesen Plan habe man wegen fehlender Landemöglichkeiten in der Innenstadt aber wieder verworfen. Stattdessen habe man sich der Lage Bambergs an den beiden Regnitzarmen besonnen und eine Fährverbindung für den Präsidenten eingerichtet.
Während sich also die Uni-Leitung extravagante Spielereien gönnt, gehen die gemeinen Studierenden leer aus. Da ist auch die diplomatische Ankündigung des Universitätspräsidenten nur ein schwacher Trost: Sehr erschöpft aussehende Studenten wolle er in Ausnahmefällen auf seiner Privatfähre mitnehmen.
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