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Studentischer Konvent: Hintergründe zur überraschenden Neuwahl des Vorsitzes

Studentischer Konvent: Hintergründe zur überraschenden Neuwahl des Vorsitzes

Am Dienstag, den 24. Mai, wurde der Vorsitz des Studentischen Konvents der Universität Bamberg neu gewählt. Wie bereits berichtet wurde Martin Hillebrand von der Liberalen Hochschulgruppe (LHG) als neuer Vorsitzender und Julian Megerle als zweiter Vorsitzender für die restliche Legislaturperiode gewählt. Die Neuwahlen wurden angesetzt, nachdem der ehemalige Vorsitzende Jens Müller als Konsequenz auf nicht weitergeleitete Konventsanträge mit sofortiger Wirkung zurückgetreten war.
Titelbild: Bianca Taube [Symbolbild]

Dieser Beitrag wurde am 17.06.2016 redaktionell verändert.

Am 05. Mai erklärte der Vorsitzende des Konvents und Mitglied der Unabhängige Studierendeninitiative e.V. (USI) Jens Müller überraschend seinen sofortigen Rücktritt. „nicht akzeptable Fahrlässigkeiten“, wurden ihm bereits vorher von Senatsmitglied Florian Hackmann (Juso‘s) vorgeworfen. Müller habe 19 Anträge des Konvents nicht an die Unileitung weitergegeben.
Müller hingegen sieht Fehler ein, widerspricht jedoch: Er seien keine 19, sondern nur sechs Anträge betroffen. Wie viele Anträge tatsächlich betroffen waren und warum diese nicht weitergeleitet wurden, ist bislang nicht geklärt, die Universitätsleitung wollte sich bisher nicht dazu äußern.

In der ersten Konventssitzung nach seinem Rücktritt (Dienstag, 24. Mai) erschien Müller nicht persönlich. Senatsmitglied Florian Hackmann (Juso) sah den Fehler auf Seiten Jens Müllers, da es seine Aufgabe gewesen sei die Anträge an die UL weiterzuleiten. Laut Hackmann sei bei der UL in der aktuellen Legislaturperiode des Konvents nur ein einzelner Antrag, durch den Vertreter der Studierenden im Senats Ralph Edler weitergeleitet worden, angekommen. Die Arbeit der 19 Konvent Mitglieder sei dennoch nicht umsonst, da alle Anträge mittlerweile vollzählig weitergeleitet wurden. Die USI äußerte sich innerhalb der Sitzung nicht zu den Vorwürfen, stattdessen „ignoriere man wohlwollend“ die Forderung nach einer Stellungnahme. Es sei an Müller persönlich, diese abzugeben. Aufgrund des Beharrens auf eine Stellungnahme, insbesondere von Seiten der Juso‘s, sagten Marina Mach und Ewgenij Woltschanskiy (beide USI), die Versäumnisse seien nicht die Fehler einer einzelnen Person, sondern die des gesamten Vorstands.

Auf Nachfrage des Ottfried äußerte Müller sich via Mail: aus persönlichen Gründen habe er es versäumt die Anträge weiter zu leiten. Als Konsequenz aus seinen Fehlern sei er als Vorsitzender zurückgetreten. Er versicherte, alle Anträge unverzüglich nachgereicht zu haben. Ebenfalls in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber Ottfried sagte Marina Mach(USI), die gesamte Usi stehe trotz der Vorfälle weiterhin hinter Müller.

Auf Nachfrage mahnte Florian Hackmann (Juso), die USI müsse sich darüber Gedanken machen, wie es zu solch einer Situation kommen konnte. Man müsse sich als Hochschulgruppe auch intern nach dem aktuellen Stand der Anträge erkundigen und habe auch eine Verantwortung für den aufgestellten Kandidaten.
Die USI versprach als Folge des Vorfalls, sich in Zukunft noch mehr Gedanken darüber zu machen, wie sie die Zusammenarbeit zwischen den zukünftigen Konventsmitgliedern und dem Vorstand verbessern könne.

Die Hochschulwahl findet dieses Jahr am 14. Juni statt.

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