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Infiziert im Copyshop
von Jürgen Freitag | Mittwoch, 27. Mai 2009

Foto: Jürgen FreitagVom Kopierladen auf den USB-Stick und schließlich auf den eigenen Computer: Die Kette der Virenverbreitung ist meist kurz. Der Schädlingsbefall droht jedem.

Wer sich nicht ausreichend schützt, gefährdet nicht nur die Sicherheit des eigenen PCs. Doch wie macht man den Rechner fit gegen die Bedrohung?

In Bamberg herrscht zurzeit erhöhtes Infektionsrisiko. Gefährliche Viren kursieren unter den Studierenden. Höchste Vorsicht ist geboten, denn es droht die Anstreckung - durch Computerviren. Diese Schadprogramme führen im schlimmsten Fall zum Totalausfall des PCs und zum vollständigen Verlust aller persönlichen Daten.

"30 verschiedene Viren auf einem USB-Stick"

Bis zu 50 Virenwarnmeldungen verzeichnen die Techniker der PC-Pools im Rechenzentrum und im Markushaus täglich. "Hier kommen viele Studenten mit ihren USB-Sticks hin. Auf den Sticks befinden sich manchmal bis zu 30 verschiedene Viren. Das sind richtige Virenschleudern", sagt Robert Stein, Mitarbeiter des ITFS-Service im Rechenzentrum.

Ein Virus kann sich wegen der zwischengeschalteten Firewall, die wie eine Mauer gegen den unerwünschten Eindringling wirkt, nicht selbstständig im System des Rechenzentrums verbreiten. Meist bleibt der Virus aber auf dem USB-Stick, weil die Computernutzer die Warnmeldungen der Antiviren-Software nicht beachten. Das stellt eine potenzielle Gefahr für die Sicherheit anderer PC-Nutzer dar. Doch woher kommen die Viren überhaupt?

Kopierläden unter Verdacht

Die verschiedenen Schadprogramme sollen sich vor allem in der Nähe von Kopierläden heimisch fühlen, so der Vorwurf. Doch stimmt das auch? Hier würden ideale Voraussetzungen für eine ungebremste Schädlings-Vermehrung herrschen, berichten zahlreiche Studenten. "Was ich von den Studierenden höre ist, dass die Copyshops einfach nicht gut genug gesichert sind," sagt IT-Fachmann Stein. Häufig fehle eine funktionierende Antiviren-Software und eine Firewall, die sich den aggressiven Winzlingen in den Weg stellt.

Von den Computern der Kopierläden sollen die bösartigen Programme dann ohne größere Umwege auf den eigenen Rechner gelangen. Verfügt man nicht über den notwendigen Schutz ist der Daten-GAU vorprogrammiert. "Das stimmt so einfach nicht", widerspricht Verkaufshilfe Christiane Froelich-Wagner vom Copyshop Kopierkiste. "Wir schützen uns mit den Programmen Avira AntiVir und Spydoctor. Es werden uns zwar von außen Viren zugetragen, diese verbreiten wir aber nicht weiter."

Der Autorun-Virus: Ein Virus oder kein ungefährliches Programm?

Zu trauriger Berühmtheit in Studierendenkreisen ist ein sogenannter Autorun-Virus gelangt, dessen Konsequenz "nur" darin besteht, dass ein "Hacked by"-Schriftzug im oberen Balken des Internet Explorers steht. Im Copyshop Kopierkiste, wo sich die Beschwerden von Studierenden zum Autorun-Virus häuften, geht man allerdings davon aus, dass es sich um ein "ungefährliches Programm" handelt. "Das ist kein Virus", so Froelich-Wagner.

ITFS-Mitarbeiter Stein widerspricht: "Das ist ein Trojaner. Dieser gräbt sich tief ins System ein und versucht sich aggressiv weiter zu verbreiten." Mit einem vollwertigen Anti-Virenprogramm sei dieser leicht zu beseitigen. Viele Studierende hätten aber lediglich kostenlose Software auf ihrem Computer, welche nicht über alle notwendigen Signaturen zur Bekämpfung der Schadprogramme verfügen.

 

Hilfreiche Links zur Sicherheit im Internet:

Weiterführende Hintergrundinformationen zu Viren & Co. von Heise.de

Weitere Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Schädlingstypen; von Viren, Trojaner bis Würmer von Computerbild.de

Test aktueller Antiviren-Software von Chip Online

IT-Service der Uni Bamberg bietet Sprechstunden für die Beratung von Studierenden in Fragen der Computersicherheit an

 

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 2. Sophos kostenlos für Studenten
Stefan89, Registered
Den Hinweis zur Nutzung einer Antivirensoftware ist gut gemeint. Noch besser wäre es gewesen, die Studenten auf kostenlose Antivirensoftware hinzuweisen.

Für alle Universitätsangehörige gibt es schließlich auch eine Campuslizenz von Sophos Antivirus:

http://www.uni-bamberg.de/pc-service/einkauf/software/campuslizenzen/

"kann die Software vom uni-internen Server heruntergeladen werden. Hierzu auf Start drücken und im Ausführen-Fenster \\software.uni-bamberg.de\campliz eingeben. Gegebenenfalls müssen Sie noch für die Anmeldung ihre ba-Kennung und ihr Passwort eingeben"
 Posted 31-05-09 15:57:45
 1. Kartelle allüberall
anouphagos, Registered
Ich finde es putzig, dass die "Expertin" zu kostenpflichtiger Anti-Viren-Software rät. Wer von Viren verschont bleiben will, soll Linux benutzen. Viren zielen aktuell nur auf DAUs.
 Posted 27-05-09 14:36:49

Zuletzt geändert: Donnerstag, 10. Dezember 2009
 
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