Schließen
Anfang.

Anfang.

Studieren, ja oder nein? Ist man dafür oder dagegen? Nach mehreren Semestern reflektieren zwei unserer Autorinnen über ihre bisher erlebte Studienzeit und darüber, ob sie sich nochmal für ein Studium entscheiden würden – oder nicht.
Titelbild: Lena Mitterndorfer

Studium. Ein großes Wort, ein wichtiges Wort. Ein Wort, das mit vielen Erwartungen und Hoffnungen verbunden ist. So empfand ich es zumindest, als es während des Abiturs immer wieder auftauchte und irgendwann nicht mehr nur Vorstellung war, sondern zur Realität wurde. Studium – was bedeutet das eigentlich? Drei Jahre trockene Theorie, kein eigenes Geld und mäßige Berufsaussichten, würden manche behaupten. Oder aber Bildung, Ansehen und größere Aufstiegschancen. Also: Studieren oder nicht studieren? Das ist hier die Frage. Für mich war es klar. Studieren – trotz der Bedenken der Anderen. Es war die richtige Entscheidung.Dennoch ist das Studium letztlich anders als erwartet: Die Partys sind nicht immer cool, die Professoren leider auch nicht und die Lehrinhalte – naja, auch nicht immer. Aber dieses Gefühl, das erste Mal in einer Vorlesung zu sitzen und sich als Teil des Ganzen zu fühlen, ist doch schon ziemlich cool. Ab dann ist man ein Studierender. Jemand, der versucht seine Ziele und Träume zu verwirklichen. Und selbst, wenn diese nicht erreicht werden, kann man wenigstens behaupten, es versucht zu haben. Klingt ziemlich kitschig, ich weiß, aber es ist so.Was ich gelernt habe: Man studiert in erster Linie nicht, um einen guten Job zu bekommen, oder weil man sonst kein Ansehen in der Gesellschaft genießt, nein. Man studiert für sich selbst. Um sich in einem Gebiet weiter zu bilden, das einem gefällt und interessiert. Um selbstständiger zu werden und neue Freundschaften zu schließen, die vielleicht ewig halten werden. Um zu wachsen und zu reifen. Und gleichzeitig, um jung zu bleiben und die vielen Freiheiten zu genießen, die das Studium mit sich bringt. Wie zum Beispiel morgens nicht aufstehen zu müssen und seine Woche, seine vorlesungsfreie Zeit selbst planen zu können. Für diejenigen unter uns, die noch nicht genau wissen, wo sie in ihrem Berufsleben hinwollen: Probiert euch aus, im Studium geht das. In den Ferien ist Zeit für Praktika da und während des Semesters können auch Werkstudentenjobs angenommen werden. Es kann natürlich passieren, dass die Prüfungsphase und die anstehenden Hausarbeiten zwei Monate lang das Leben sprichwörtlich zur Hölle machen, aber dafür ist das Semester insgesamt ziemlich entspannt.

Und was das Geld verdienen angeht – arbeiten werden wir alle noch lange genug. Was ist so schlimm daran, erst zwei, drei Jahre später damit anzufangen? Nichts, wie ich finde. Deshalb genieße ich die Semester, die mir noch bleiben. Bedeutet: Ich koche weiterhin Spaghetti, bin weiterhin mit dem Fahrrad unterwegs, gehe ordentlich feiern und chille mein Leben, denn hey, ich bin erst 21 Jahre alt. Zu jung für Stirnfalten. Hakuna Matata.

Den Kontra-Studium-Artikel findest du hier.

1 Kommentar

Schließen