Startseite arrow Online-Spezial arrow Linux für Einsteiger arrow Linux für Einsteiger – Teil 2: Wer "macht" Linux?
Linux für Einsteiger – Teil 2: Wer "macht" Linux?
von Steffen Meyer-Schwarzenberger | Montag, 22. Juni 2009

Tux, das Linux-Maskottchen. Grafik: LinuxDie Fortsetzung unserer Serie beschäftigt sich mit den Prinzipien "freier Software" und der bunten internationalen Gemeinschaft hinter Linux.

 

 

 

Im ersten Teil unserer Serie hatten wir festgestellt: Linux ist ein frei verfügbares Betriebssystem, das aus einem Software-Kern („Kernel“) besteht, um den herum sich dann verschiedene Programm-Sammlungen zu „Distributionen“ zusammenfügen. Solche Distributionen werden im Allgemeinen unter der GNU General Public Licence (GPL) veröffentlicht.

Der "Erfinder" von Linux

Doch was genau bedeutet GNU, und wer „macht“ diese Linux-Distributionen überhaupt? GNU („GNU is not UNIX“) ist ein Projekt mit dem Ziel, ein völlig freies Betriebssystem zu entwickeln. Es wurde 1983 von einem früheren Mitarbeiter des berühmten Massachusetts Institute of Technology (MIT), Richard Stallmann, ins Leben gerufen.

Sein wichtigstes Element ist die GPL. Diese besagt vereinfacht: Du darfst den Quelltext („Source Code“) von Programmen, die ich geschrieben habe, jederzeit einsehen („Open Source“), frei kopieren und modifi zieren, solange du mir das Ergebnis davon ebenfalls frei zur Verfügung stellst. Dieses Prinzip von Geben und Nehmen wird oft scherzhaft als „Copyleft“ (im Gegensatz zu Copyright) bezeichnet, seine Ergebnisse auch als FLOSS – „Free and Libre Open Source Software“.

Das „Libre“ soll betonen, dass „free“ hier im Sinne von „Freedom“ und nicht von „Freibier“ zu verstehen ist, um den Ursprungsgedanken der Freiheit und Unabhängigkeit von kommerziellen Interessen zu unterstreichen.

Linux gibt es in vielen Varianten

Rund um GNU/Linux haben sich im Laufe der Zeit die verschiedensten Communities entwickelt. Diese erschaffen je nach Zielsetzung und Einsatzbereich ihre jeweils ganz eigenen Distributionen: von minimalistischen Bastler-Systeme wie Arch Linux oder Slackware bis zu Distributionen wie Ubuntu , Linux Mint oder openSUSE , die sich vor allem an „Otto-Normal-User“ richten und daher mehr Wert auf eine einfache Installation und Handhabung sowie eine ansprechende Oberfläche legen.

Einen Überblick über die schier unüberschaubare Vielfalt der „Distris“ liefert die Website Distrowatch.com. Neben den „frei“ verfügbaren Distributionen gibt es auch eine Reihe kommerzieller Hersteller wie Red Hat oder Novell, die professionelle Linux-Lösungen vor allem im Server-Bereich anbieten. Diese Firmen sind auch maßgeblich an der Entwicklung des Kernels beteiligt, was letzten Endes wieder der gesamten großen „Linux-Familie“ zugute kommt.

Wer sich für Linux interessiert, bekommt also Einblicke in eine äußerst bunte, kreative und vielfältige Welt und Zugang zu einer starken internationalen Community. Wie man als Einzelner davon profitieren kann: Dazu mehr in der nächsten Folge unserer Reihe.

Bitte log dich hier ein oder melde dich hier einmalig neu an, um diesen Artikel zu kommentieren.
J! Reactions 1.09.00 • General Site License
Copyright © 2006 S. A. DeCaro

Zuletzt geändert: Sonntag, 23. August 2009
 
< Zurück   Weiter >
Günstige Sprachreisen für Studenten bei Sprachdirekt Amon Junior Versicherungsvergleich zur Haftpflicht, Rechtsschutz und co. für junge Leute

Partner:

Court Vision Univox