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Ahnungslos in Bamberg


Als Ersti, der frisch nach Bamberg gekommen ist, hat man von der Ortskunde noch keinen Schimmer. Keine Bange, das ändert sich über die Semester. Denkste!

Manche Studierende in Bamberg haben echt die Scheuklappen auf! Da kann man als Neuling fragen, wen und was man will: „Was gibt’s eigentlich in Memmelsdorf? Wo findet man den Bamberger Reiter? Wie viele Einwohner hat Bamberg?“ Selbst die älteren Semester stieren daraufhin Löcher in die Luft. Und warum das Ganze? Weil viele Bamberger Studierende am Wochenende anstatt ein bisschen Kultur und Ortskunde aufzutanken, lieber zu Mami und Papi in die Heimat fahren. Dort fühlen sie sich behütet – da wissen sie, was um sie herum auf sie wartet. Klar, Stilbruch, Café Müller und Fruchtbar kennen dann auch wieder alle.

Aber als Student in einer Altstadt, die als Weltkulturerbe zählt, den hiesigen Dom kein einziges Mal betreten zu haben, Hand aufs Herz: Das ist peinlich! Viele behaupten dann, sie wollen im Sommer bei einer Sight-Seeing-Tour mitmachen. Ja natürlich, ein halbes Jahr blinde Kuh zu spielen macht garantiert Spaß. Hallo? Das ist ein absolutes No-Go! Und jetzt die Preisfrage an alle mit diesem gigantischen Plan: Was gibt es in der Geyerswörthstraße 5? Die meisten Studierenden sollten sich zumindest den Gefallen tun und mal vorbeischauen! Oder das Internet zur Hand nehmen und mal auf www.bamberg.info ein bisschen lokales Wissen aufsaugen.

Toi toi toi, dass die Bamberger Studierenden wenigstens das Klinikum, die Polizei und die Uni finden, falls eine dieser drei Örtlichkeiten irgendwann aufgesucht werden sollte. Und bei allen, die keine Vorstellung haben, in was für einer kulturreichen und historisch wertvollen Stadt sie studieren, bleibt nur zu hoffen, dass sie in ihrem Studienfach nicht genauso planlos sind.





  • Ein Kommentar zu “Ahnungslos in Bamberg”

    1. Caro schrieb vor 156 Tage

      Sehr gelungen, meine Liebe!
      Ist toll geschrieben :)

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