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	<title>Ottfried.</title>
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	<description>Die Bamberger Studierendenzeitschrift</description>
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		<title>Echt für die Forelle</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 16:53:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximiliane Hanft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Letzte]]></category>

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		<description><![CDATA[Dominik Schönleben war die Bamberger Landesgartenschau zu blumig, zu verregnet und zu teuer. In seiner Glosse erklärt er, warum sich ein Besuch nicht lohnt. Es sei dann, man atmet mit Kiemen &#8211; dann profitiert man vom millionenteueren Fischpass. 
Ein Ereignis  ...weiterlesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dominik Schönleben war die Bamberger Landesgartenschau zu blumig, zu verregnet und zu teuer. In seiner Glosse erklärt er, warum sich ein Besuch nicht lohnt. Es sei dann, man atmet mit Kiemen &#8211; dann profitiert man vom millionenteueren Fischpass. </strong></p>
<p>Ein Ereignis wie die Landesgartenschau lässt mich als stolzer Bayer an das Bild denken, dass die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=i0GzmFgOqwY" class="aga aga_1">Bayernhymne</a> in meinem Patrioten-Kopf hervorruft: „Er [Gott, Anm. d. Red. für nicht Bayern]  behüte deine Fluren, schirme deiner Städte Bau und erhalte dir die Farben seines  Himmels, weiß und blau!“ Dass dieses Versprechen in Zeiten des Klimawandels  hinfällig geworden ist, zeigt die Landesgartenschau. Selbst im  Technologiestandort Bayern scheint die Klima-Kontrolle  kaputt zu sein, weshalb es diesen Samstag geregnet hat.</p>
<p>Das dieser Umstand die sowieso überflüssige  Landesgartenschau noch schlechter gemacht hat, ist wenig verwunderlich.  Ich hab es mir trotzdem angetan und diese Zurschaustellung von  Steuergeldverschwendung besucht.</p>
<p><strong>Eine Blumenbeet-Orgie</strong></p>
<p>Wenn man die Tore dieser Gartenfetisch-Ausstellung  durchschreitet, wird man als erstes heftig zur Kasse gebeten: 15 Euro für  Normalsterbliche, elf Euro ermäßigt. Zur Gruppe der Ermäßigten gehören arme Studenten, Behinderte oder Menschen die das Arbeitslosengeld II  beziehen. Rentner dürfen sich weniger glücklich schätzen, sonst würden aber auch  90% des Besuchervolumens vier Euro weniger zahlen. Da hat jemand aus der  Controlling-Abteilung gut mitgedacht. Bei einer Veranstaltung die vor allem aus  Steuergeldern zu Repräsentationszwecken von der Landesregierung veranstaltet  wird, halte ich das für eine Zumutung.</p>
<p>Was sofort ins Auge fällt ist, dass die Zielgruppe dieser  Blumenbeet-Orgie eindeutig Kinder und Forellen sind. Rechter Hand erhebt sich  der erhabenste Rutschturm, den ich in meinem Leben gesehen hab. Zwischen Kletteranlagen, Reittieren und  Schaukelanlagen sind unzählige purpurn blühende Tulpenfelder platziert worden  und warten nur darauf von kleinen Kinderfüßen zertrampelt zu werden.</p>
<p><strong>Den Forellen soll es gut gehen</strong></p>
<p>Wie  eilige das ganze zusammen gepfuscht wurde, sieht man an den noch nicht  verwachsenen Grasnarben der künstlich verpflanzten Wiese. Die  Blumenauswahl besteht nahezu ausschließlich aus Tulpen. Aber es gibt auch ein Beet aus blauen Plastik-Dekosteinen und ein paar Metallkugeln, unter  denen ein Nebelwerfer versteckt wurde. Diese Art von Kunstwerk erwartet man  eigentlich in einem post-modernen Museum. Die einzige Abwechslung von  dieser einseitigen Landschaft bietet der Fischpass. Doch selbst der  wird in Bamberg ungefähr so dringend benötigt, wie ein zweiter doppelter  Abiturjahrgang.</p>
<p>Insgesamt kostete die Landesgartenschau 22,5 Million Euro.  Wie viel Geld für die zahllosen Klettergerüste und Rutschen ausgegeben wurden,  weiß ich nicht; aber 1,8 Millionen Euro wurden nur  für das Wohlergehen von Forellen in die  Strömung der Regnitz gekippt. Gleich links des Eingangs neben der ERBA-Brücke erstreckt sich der Fischpass. Er sieht so aus, als hätte eine wunderschöne  Flussaue eine Liebesnacht mit einem Kinderspielplatz verbracht.</p>
<p><strong>Bei Regen gefährlich</strong></p>
<p>Dass es eine schlechte Idee ist, ein Balancierseil über einen Fluss  zu spannen, weiß jede Mutter. Aber als Gestalter eines  Landschaftsprojektes, hat man beim Bau wohl vor allem an Ästhetik und Innovation  gedacht. Als ich diesen „wassernahen Spielplatz“ ausprobieren will, muss ich zuerst vom Regen glitschig gewordene Steine, von der Pressestelle auch  „Trittsteine“ genannt, überqueren. Hinweisschilder darauf, dass man den Forellenpass „nur auf eigene Gefahr“  benutzten darf und er „bei Regen gefährlich ist“ vermisse ich. Wie kann  man von mir, als jemand der die Natur nur aus dem Fernsehen kennt, erwarten,  dass ich da selbst drauf kommen soll.</p>
<p>Gut, dass ich keine Kinder mitgebracht habe. Das hätte schlimm enden können. Froh darüber, nur mit dem Fuß ins Wasser gerutscht und nicht kopfüber in die Fluten gestürzt zu sein, fluche ich über den Architekten, der dieses  „Renaturierungsprojekt“ geschaffen hat, das „die Regnitz für Fische wieder  passierbar machen soll“. Selbst Fischen bleibt mehr von der Landesgartenschau  als Studenten. Die besagten Fische entdeckte ich leider bei meinem Ausflug in  den „von beiden Seiten als Naturraum erlebbaren“ Bereich selbst nach ausgiebigem  Suchen nicht. Vielleicht bekommen die auch keinen ermäßigten Eintritt.</p>
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		<title>Was ihr über Ottfried denkt</title>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 14:14:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kormann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Studium]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Wintersemester hattet ihr zwei Monate Zeit, ein Urteil über Ottfried zu fällen. &#8220;Zu oberflächliche Themenbehandlung&#8221;, &#8220;Qualität vor Quantität&#8221;, aber auch: &#8220;schön bambergbezogen&#8221;, befanden einige Leser.
Hart, aber fair war das Urteil der 38 Teilnehmer, die an der Umfrage teilnahmen.  ...weiterlesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Wintersemester hattet ihr zwei Monate Zeit, ein Urteil über Ottfried zu fällen. &#8220;Zu oberflächliche Themenbehandlung&#8221;, &#8220;Qualität vor Quantität&#8221;, aber auch: &#8220;schön bambergbezogen&#8221;, befanden einige Leser.</strong></p>
<p>Hart, aber fair war das Urteil der 38 Teilnehmer, die an der Umfrage teilnahmen. Die Aussagen &#8220;Die Artikel sind wichtig&#8221; und &#8220;Der Ottfried passt zu den Studierenden&#8221; bekamen große Zustimmung; &#8220;Die Artikel sind kritisch genug&#8221; und &#8220;Die Artikel sind neu&#8221; schnitten hingegen schlechter ab.</p>
<p>In den Kategorien, in denen direkte Antworten möglich waren, wurde angeregt &#8220;mehr Hochschulpolitisches&#8221; zu behandeln, sorgfältiger zu redigieren und mit Klischees zu brechen. Gelobt wurden die Mischung zwischen Uni und Bamberg und das neue Layout.</p>
<p>Danke an alle Teilnehmer! Falls ihr die Umfrage verpasst habt: auf unserer Leserbriefseite ist immer Platz für Kritisches.</p>
<p>Zu den Ergebnissen der Umfrage geht es <a title="Umfrageergebnisse" href="http://www.ottfried.de/wp-content/uploads/2012/05/Auswertung-Umfrage-Ottfried.pdf" class="aga aga_3">hier</a>.</p>
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		<title>Studenten-Fußball</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 17:55:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximiliane Hanft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Studium]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Uni Bamberg kickt am 4. Mai gegen die Uni Tirana. Bei dem Fußballspiel soll es genauso krachen wie in Tirana im letzten Jahr: Trainer und Team freuen sich auf den hochkarätigen Gegner &#8211; und die Brauereibesichtigungen im Anschluss.
Im  ...weiterlesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Uni Bamberg kickt am 4. Mai gegen die Uni Tirana. Bei dem Fußballspiel soll es genauso krachen wie in Tirana im letzten Jahr: Trainer und Team freuen sich auf den hochkarätigen Gegner &#8211; und die Brauereibesichtigungen im Anschluss.</strong></p>
<p>Im Mai 2011 gastierte Otto Band, seineszeichens Trainer der Bamberger Uni-Auswahl  mit seinem „Baby“, wie er sein Team liebevoll nennt, in Albaniens Hauptstadt  Tirana um gegen die dortige Unimannschaft zu kicken. Band selbst initiierte die  Partie bei den Dies Academicus 2010: „Eigentlich war das so eine klassische  Schnapsidee. Es waren Vertreter der Uni Tirana zugast und ich habe zu unserem  Präsidenten gesagt: &#8216;Warum spielen wir gegen die eigentlich nicht mal Fußball?&#8217;   Herr Ruppert hat dann die albanischen Vertreter darauf angesprochen und kurze  Zeit später war klar: wir machen das wirklich!“</p>
<p><strong>Ein Fußballspiel, angeleiert vom Uni-Präsidenten</strong></p>
<p>Band, hauptberuflich  eigentlich Vorsitzender des Personalrats der Uni Bamberg, lebt den Fußball mit  jeder Faser seines Körpers. Er plant, coacht, organisiert Reisen mit seiner  Mannschaft. Barcelona, Tirana, bald vielleicht Australien. Sein Team dankt es  ihm, an die Zeit in der albanischen Hauptstadt denken die meisten besonders   gerne zurück.</p>
<p>„So etwas habe ich noch nie erlebt. Die Menschen dort  haben uns zum Essen eingeladen und sich in den fünf Tagen Aufenthalt sehr um uns  gekümmert“, schwärmt Michael Winkler noch heute.  Dabei seien die  einstigen kommunistischen Einflüsse im Land zumindest in den Gebäuden noch  allgegenwärtig. „Die Kultur ist eine Mischung aus Orient und Okzident. Und das  mitten in Europa.  Zudem ist es ein Land, das sich langsam öffnet. Das fand ich  sehr interessant“.</p>
<p><strong>Beim Hinspiel wurde im Stadion der Nationalmannschaft gekickt</strong></p>
<p>Bei aller Gastfreundschaft begegneten sich die  beiden Mannschaften auf dem Platz mit einem gewissen sportlichen Ehrgeiz. Vor  einer Kulisse von ungefähr 3000 Zuschauern im Qemal-Stafa-Stadion, immerhin  Heimat der albanischen Nationalmannschaft, wurden die Mannschaften mit den  jeweiligen Nationalhymnen begrüßt. Zum Vergleich: bei einem Spiel der ersten  albanischen Liga wenige Tage danach, kamen ins selbe Stadion deutlich weniger  Menschen. Die hohe Zuschauerzahl kam auch dadurch zustande, dass ein kompletter  Lehrstuhl der Universität an diesem Tag frei bekommen hat. „Das wäre hier wohl  undenkbar“, schmunzelt Winkler.</p>
<p>Die Universitätsauswahl Tirana trat  in den roten Trikots des Nationalteams an und übernahm gleich das Kommando auf  dem Rasen. „Die waren schon deutlich besser. Wir haben allerdings auch dagegen  gehalten. Das Spiel hatte wohl Bayernliga- Niveau und wurde sehr fair geführt“,  so Winkler. Der 3:1 Endstand für die Kicker aus Tirana war schlussendlich  verdient. Das lag auch daran, dass die Auswahl Bambergs nicht die besten Spieler  der Universität stellte, sondern diejenigen, die mit viel Engagement  und  Leidenschaft bei den Trainingseinheiten mitmachten. „Das fand ich sehr wichtig.  In der Mannschaft war alles dabei. Von Kreisklassepielern bis  Bayernligaspielern. Aber wir waren einfach eine Mannschaft. Da hat es auch neben  dem Platz gestimmt“, so Winkler.</p>
<p><strong>Bamberg will beim Heimspiel den Ausgleich</strong></p>
<p>Nun, ein Jahr danach, steigt am  4. Mai das Rückspiel im Bamberger Fuchspark-Stadion, in dem ansonsten Eintracht  Bamberg um den Regionalligaaufstieg kämpft. „Hier hoffen wir auf ein 2:0 für  uns. Dann hätten wir den direkten Vergleich gewonnen“, verkündet Winkler mit  einem Augenzwinkern. </p>
<p>Bei allem sportlichen Ehrgeiz stehe vor allem  die Gastfreundschaft im Vordergrund, wie Trainer Band betont. „Ich bin Sportler  und ich will immer gewinnen. Aber als Organisator der ganzen Aktion ist es für  mich natürlich auch wichtig, dass sich unsere Gäste wohlfühlen und wir uns  mindestens so toll präsentieren wie es die Albaner vor einem Jahr getan haben.“  Um das zu schaffen hat Band bereits einen prall gefüllten Terminkalender für  seine albanischen Gäste vorbereitet: Playoff-Partie der Brose Baskets,  Weißwurstfrühstück, Brauereiführung und die obligatorische Kneipentour stehen  auf dem Programm. Und auch für die Partie selbst hat sich der Herzblutsportler  was einfallen lassen: „Die haben für uns die Nationalhymnen gespielt, damit  hatte keiner gerechnet. Das war Wahnsinn. Da werden wir uns natürlich nicht  lumpen lassen, wir haben sogar Einlaufkids organisiert“ </p>
<p>Damit die  Partie gegen Tirana nicht zu einem unverhofften Auswärtsspiel wird – immerhin  haben sich bis zu 500 Gästefans aus Osteuropa angekündigt, hofft Band auf  zahlreiches Erscheinen der Bamberger Fußballfans. „Insgeheim wünsche ich mir,  dass wir mehr Zuschauer haben als Eintracht Bamberg. Vielleicht klappt das ja.“  </p>
<p><em>Das Spiel findet am Freitag,  den 4. Mai, im Bamberger Fuchspark-Stadion statt. Anpfiff ist um 18 Uhr, der Eintritt ist frei. </em></p>
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		<title>Fairer Lohn statt Lohn mit Hohn</title>
		<link>http://www.ottfried.de/leben/fairer-lohn-statt-lohn-mit-hohn</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 13:30:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximiliane Hanft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[„So macht Kino keinen Spaß. CineStar wir haben ein Problem”, steht auf dem Banner vor dem Atrium. Die Beschäftigten des CineStars Bamberg streiken, unter ihnen sind viele Studierende: Sie fordern eine Bezahlung nach Tarifvertrag.
Das Banner flattert vor dem Einkaufszentrums  ...weiterlesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„So macht Kino keinen Spaß. CineStar wir haben ein Problem”, steht auf dem Banner vor dem Atrium. Die Beschäftigten des CineStars Bamberg streiken, unter ihnen sind viele Studierende: Sie fordern eine Bezahlung nach Tarifvertrag.</strong></p>
<p>Das Banner flattert vor dem Einkaufszentrums Atrium im Wind. Nach und nach sind fast alle Geschäfte aus dem gespenstisch leeren Gebäudekomplex ausgezogen – nicht aber das große Kino CineStar mit seinen acht Sälen. Es ist ein wichtiger Arbeitgeber für studentische Nebenjobber; die Zahl der Angestellten, die auf 400-Euro-Basis bezahlt werden, beläuft sich laut Streikleiter Christian Euler auf rund 45 Personen – alles Studierende oder Auszubildende. Sie fordern mindestens 8,50 Euro pro Stunde und bessere Arbeitsbedingungen.</p>
<p>Student Patrik Rohrmann nimmt an dem von der Gewerkschaft Verdi genehmigten Streik teil. Seine Meinung: „Der Zentrale in Lübeck fehlt jeglicher Sinn von Realitätsbezug.” Preise für Tickets, Popcorn und Cola würden sich regelmäßig erhöhen, während der Mitarbeiterlohn jedoch auf einem Niveau stagniere, das deutlich unter dem anderer Kinounternehmen Deutschlands liege. „Das sind fast 70 Stunden, die wir neben Studium oder Beruf arbeiten müssen, um auf 400 Euro zu kommen“, erklärt Patrik. Auch erwähnt er zeitliche Probleme, die durch die Doppelbelastung Studium und Arbeit entstehen. So sei er nach einer Nachtschicht im Kino schon mal unausgeschlafen und fühle sich nicht ausreichend auf die Uni-Veranstaltungen am nächsten Tag vorbereitet. Im Falle einer Lohnerhöhung würden für Patrik allein 15 Arbeitsstunden weniger pro Monat eine zeitliche Entlastung bedeuten.</p>
<p><strong>Fast alle 400-Euro-Jobber sind Studierende</strong></p>
<p>Eine junge Auszubildende, der die Arbeit eigentlich Spaß macht, äußerte sich ähnlich: „Die Relation ist einfach nur unfair, wenn man bedenkt, wie viel Geld die Leute im Kino lassen und wie wenig wir davon bekommen.“ Sie findet es nicht nur wichtig, für die eigenen Rechte zu kämpfen, sondern denkt auch an kommende Generationen: „Es sind ja überwiegend Studierende, die zum Arbeiten zu uns kommen, die sollen auch was von unserem Streik haben.“</p>
<p>Im Streikfall ersetzten Leiharbeiter, sogenannte „Streikbrecher“, die Ausfälle der Beschäftigten – und werden dabei auch noch besser bezahlt. Student Patrik Rohrmann sagt, es sei selbstverständlich, dass es frustriere, wenn der Arbeitgeber pro Leiharbeiter 16,50 Euro an die Leiharbeitsfirma zahle – und dabei aufgrund mangelnder Erfahrung nicht einmal dieselbe Arbeitsqualität gewährleistet.</p>
<p>„Wir wissen also: Es ist dem Arbeitgeber möglich mehr zu bezahlen, als wir im Moment kriegen“, sagt Streikleiterin Carina Engel, ebenfalls Mitglied der Tarifkommission. Zudem bemängelt sie, dass langjährige Mitarbeiter keine besondere Wertschätzung erfahren: „Egal ob jemand dort seit zwei Tagen arbeitet oder aber seit zehn Jahren, es ist keine Steigerung möglich.” Vor gut einem Jahr wurde der Stundenlohn um 40 Cent, von 5,90 auf 6,30 Euro, angehoben. Die minimale Erhöhung schien für die Mitarbeiter aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein zu sein, sonst würden sie jetzt nicht streiken müssen.</p>
<p><strong>Verbesserte Arbeitsbedingungen durch Betriebsrat</strong></p>
<p>Im Bamberger Kino selbst hat sich das Arbeitsklima seit einem guten Jahr bereits deutlich gebessert. So konnte der gegründete Betriebsrat bewirken, dass die Manko-Regelung abgeschafft wurde: Zuvor hatte man Verluste in den Kassen bisher aus eigener Tasche ausgleichen müssen. Auch gibt es nun einen Anspruch auf Urlaubsgeld und Lohnfortzahlung im Krankheitsausfall. Zwischen den Vorstellungsrunden wischt mittlerweile eine Putzkraft die Räumlichkeiten der Toiletten, was vorher auch Aufgabe der Mitarbeiter gewesen ist.</p>
<p>Der Filmvorführer Christian Euler, Tarifkommissionsmitglied und Streikführer, verkündet der Gruppe von Streikenden eine positive Neuigkeit: Weitere 42 Streiktage sind von Verdi offiziell genehmigt worden. Das bedeutet, an diesen Tagen erhalten die Streikenden von Verdi ein Streikgeld, das zirka 75 Prozent des Stundenlohns entspricht.</p>
<p>Eines steht fest: Der Streik wird nicht nur fortgesetzt, sondern er hat gerade erst angefangen.</p>
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		<title>Mellosheen &#8211; das Interview</title>
		<link>http://www.ottfried.de/kultur/mellosheen-das-interview</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Mar 2012 15:29:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kormann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Passend zum Podcast gibt es das Küchengespräch mit Mellosheen jetzt auch schriftlich. Wer den Podcast verpasst hat, findet ihn und Bilder der Band hier. 
Beginnen wir mit der fiesesten aller Fragen: Was macht ihr für Musik?
Guido: Confusing (lacht). Das  ...weiterlesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="lead">Passend zum Podcast gibt es das Küchengespräch mit Mellosheen jetzt auch schriftlich. Wer den Podcast verpasst hat, findet ihn und Bilder der Band <a href="http://www.ottfried.de/podcasts/mellosheen-spielen-spielen-spielen" >hier</a>.</span><span class="lead"> </span></p>
<p><strong>Beginnen wir mit der fiesesten aller Fragen: Was macht ihr für Musik?</strong></p>
<p>Guido: Confusing (lacht). Das ist schwierig, weil es kein eindeutiger Stil ist. Das behauptet wahrscheinlich jede Band von sich, aber ich glaube, bei uns trifft das so einigermaßen zu. Wir machen Independent im entferntesten Sinne oder Alternative oder wie man es nennen will. Aber es sind ganz viele Stilelemente drin, die setzen sich zusammen aus 60er-, 70er-Jahre-Sachen, Psychedelic, bisschen Swinging Sixties, und Music Hall. Außerdem natürlich Rock und Pop und auch ganz viel Folk und Weltmusik. Diese Elemente mischen sich mit rein und ergeben einen eigenen Sound. Man kann schwer sagen, was die Musikrichtung an sich ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was bedeutet der Name Mellosheen?</strong></p>
<p>Guido: (lacht).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ist das die fieseste aller Fragen?</strong></p>
<p>Guido: Das ist die Frage, die jeder Musiker hofft, nie gestellt zu bekommen. Man könnte es vage mit sanfter Glanz übersetzen. Aber es gibt verschiedene Deutungsmöglichkeiten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wer seid ihr und wo kommt ihr her?</strong></p>
<p>Jens: Ich komm aus dem Odenwald und studiere in Bamberg. Dominik hat in Würzburg studiert und ist jetzt ausgebildeter Dirigent und Pianist.</p>
<p>Guido: Ich bin waschechter Franke und arbeite als Graphiker und Illustrator. Volker kommt da her, wo er auch immer noch ist, also Unterneuses.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wer schreibt denn bei Euch die Lieder oder beeinflusst bei Euch am meisten den Stil?</strong></p>
<p>Guido: Ich schreibe die Lieder, aber es wird noch viel arrangiert und verändert, wenn wir proben.</p>
<p>Jens: Die Proben sind insgesamt relativ ökonomisch. Wir haben vorher so eine Art Leadsheet, da sind die Texte und die Akkorde drauf. Außerdem kriegt jeder von Guido so eine Art Demo geschickt, die mit dem Musikprogramm vorab aufgenommen ist. Durch diese Vorarbeit kommt jeder relativ gut vorbereitet in die Probe und dann wird rumüberlegt: Was kann man wie spielen, welche Klänge passen dazu, wie kann man es noch ein wenig komplizierter machen?</p>
<p>Guido: Oder irgendjemand hat eine lustige Idee und entweder finden es alle blöd oder alle cool. Und wenn es alle cool finden, wird’s halt so gemacht. Wir sind dann auch immer sehr experimentierfreudig.</p>
<p>Jens: Das gute aber ist, dass diese endlosen Jamsessions, die man von anderen Bands kennt, uns relativ erspart bleiben durch diese Herangehensweise. Es ist sehr selten, dass wir stundenlang herumprobieren, um auf irgendwas zu kommen. Es ist relativ zielorientiert. Das ist glaube ich ne ganz gute Arbeitsweise.</p>
<p>Guido: Die Stücke an sich entstehen nicht im Proberaum, sondern die sind in irgendeiner Form fertig, bevor sie in den Proberaum gelangen. Wir arbeiten zwar weiter an dem Stück, aber es ist nicht so, dass ich mit zwei Akkorden und ner halben Textzeile da hin gehe und frage: Was kann man damit machen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Jens, Du hast gerade gesagt, dass Euch die Jamsessions erspart geblieben sind.</strong></p>
<p>Jens: Hin und wieder ist es sehr befreiend am Anfang ne halbe Stunde zu jammen, aber das Problem ist, dass man sich mit vielen anderen Bands im Jammen so verliert. Wir haben immer nur drei Stunden Probe, das geht anders von den Zügen her nicht und da muss einfach was passieren.</p>
<p>Guido: Aber ich glaube nicht, dass das der Ausschlag ist. Ich habe immer ein ungutes Gefühl, unvollständige Sachen mitzubringen. Wenn Stücke erst im Probenraum entstehen, ist das ein eher langwieriger Arbeitsprozess. Das ist weder besser noch schlechter, das ist einfach anders.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Jens spielt noch bei den Los Surfalohas, Die Mikrowelle und Pink Train. Guido bei Flaming Pie. Ihr beide bei Wholesome And Wicked.</strong></p>
<p>Jens: Mellosheen ist unsere Hauptband, die aber ganz eigen für sich ist, weil da so krasse Einflüsse aufeinander prallen. Dominik hat vor Mellosheen nicht so richtig was mit Popularmusik am Hut gehabt, der ist durch und durch klassischer Musiker. Das kommt auch rein in sein Spiel. Ich verfolge gerade den Plan eine Elektroband zu gründen, vielleicht fließt das auch ein. Volker ist wiederum eigentlich ein Punker. Das heißt, wir kommen mit ganz unterschiedlichen Attitüden zusammen und man befruchtet sich so ein bisschen gegenseitig – eigentlich ziemlich schön (lacht).</p>
<p>Guido: Bei anderen Bandprojekten sind ganz andere Einflüsse.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Eure Texte sind alle Englisch, habt ihr mal überlegt auf Deutsch zu schreiben?</strong></p>
<p>Guido: Die Überlegung ist immer mal wieder da. Nur denke ich, wenn deutsch, dann müsste eigentlich alles umgekrempelt werden. Andererseits bin ich, seit ich Musik ernsthaft konsumiere, immer mit englischsprachiger Musik umgeben. Das ist für mich einfach die gängigste Musiksprache. Die klingt einfach so, wie ich mir Musiktexte vorstelle.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wann hat Euer Musikleben angefangen?</strong></p>
<p>Guido: Ich habe mit zwölf das Gitarrespielen angefangen und hatte meine erste Band mit 18.</p>
<p>Jens: Ich habe letztens einen Comic über meine Musiksozialisierung gezeichnet und habe mir eingestehen müssen mit elf meine erste Band gehabt zu haben. Aber ganz schrecklich: Drei Keyboards und ich am Schlagzeug. Wir haben nur ein Stück gespielt: Narcotic von Liquido. Das war wirklich das schlechteste, was Buchen je gesehen hat! (lacht) Danach ist man da rein gerutscht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Euch gibt es erst seit 2009 und im Januar 2012 ist Euer erstes Album <em>Floating Away In A Paisley Sky</em> rausgekommen. Habt ihr zielstrebig darauf hingearbeitet?</strong></p>
<p>Guido: Das hat vor einem knappen Jahr begonnen. Wir hatten einige Auftritte gespielt und es waren genügend Ideen und Songs da. Ich war von vornherein interessiert, irgendwann eine CD aufzunehmen. Aber das ist ja von verschiedenen Sachen abhängig.</p>
<p>Jens: Ja, Routine zum Beispiel, dass man bei den Gigs merkt, die Stücke sind bei jedem jetzt einfach drin und der Sound – da hat sich schon noch mal viel getan über die Zeit. Lustigerweise spielen wir auch viele Lieder aus unserer Anfangszeit gar nicht mehr in den Sets, weil die uns irgendwie komisch vorkommen.</p>
<p>Guido: Ja, manche passen irgendwie nicht mehr so richtig. Macht ja nix, ist ja auch irgendwie eine Entwicklung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>War es das erste Mal, dass Ihr im Studio wart?</strong></p>
<p>Guido: Zumindest in der Konstellation das erste Mal, aber nicht als Erfahrung. Das war auch ganz dankbar. Man ist schon aufgeregt und alles, was man meint zu können, das vergisst man dann.</p>
<p>Jens: Wir haben alle gemeinsam live eingespielt, was heute vielleicht ein wenig unüblich ist. Da spielt man auf Klick ein, das heißt, jeder hat eine Art Metronom auf dem Kopf und da kommt es einem schon zu Gute, wenn die Leute das schon mal gemacht haben. Sonst ist das ziemlich die Hölle. Das klingt dann gehackt.</p>
<p>Guido: Oder man wird unsicher und lässt sich rausbringen, wenn man minimal zu schnell oder zu langsam ist.</p>
<p>Jens: Aber nichtsdestotrotz war es eine sehr intensive Zeit. Man nimmt den ganzen Tag auf und muss sich total konzentrieren. Nachts lässt man es aber nicht ruhen, sondern hört es immer wieder. Irgendwann hört man überhaupt keinen Unterschied mehr.</p>
<p>Guido: Für vier Tage hat es aber recht reibungslos funktioniert und da sind wir auch ein bisschen stolz drauf, glaube ich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Habt Ihr ein Lieblingslied unter den Liedern, die auf der CD sind?</strong></p>
<p>Guido: Ich habe kein Lieblingslied, schon allein, weil die für sehr unterschiedliche Stimmungen da sind.</p>
<p>Jens: Von der CD spiele ich besonders gerne den Leuten <em>Here And Now</em> vor, weil das einfach reinknallt. Das ist schon mein Lieblingslied. Jetzt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wann kann man Euch das nächste Mal hören?</strong></p>
<p>Guido: Am 6. Mai in Bamberg im Morph Club als Vorband zu Holmes, und am 10. Mai bei <em>Umsonst und drinnen</em> in der Kellerbühne im E-Werk Erlangen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was sind Eure Pläne für die nähere Zukunft?</strong></p>
<p>Jens: Nach Würzburg ins Café Cairo (lacht). Nee, wir wollen einfach spielen, spielen, spielen. Geld verdienen wollen wir nicht damit, das haben wir auch noch nie. Manchmal sind die Spritkosten sogar höher als das, was wir für den Auftritt kriegen. Aber egal.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die CD gibt es auf <a href="http://www.mellosheen.com/" class="aga aga_5">www.mellosheen.com</a> oder im Musicland, Austraße oder in der Scheinbar im Lichtspielkino.</p>
<p><!-- WordPress Connect Modules v1.05 --></p>
 <p><a href="http://www.ottfried.de/?flattrss_redirect&amp;id=4949&amp;md5=c0e1a8b0180895f9de56a31b89d948be" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ottfried.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>In eigener Sache</title>
		<link>http://www.ottfried.de/studium/in-eigener-sache</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 11:02:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximiliane Hanft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Studium]]></category>

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Die Dezember-Ausgabe hat geschafft, worauf Generationen von Ottfried-Redakteuren hingearbeitet haben: Die beste Studierendenzeitschrift Deutschlands zu sein.
Ottfried und Heuler, die Studierendenzeitschrift der Uni Rostock, haben gemeinsam den Pro Campus-Presse Award geholt, der journalistisches Engagement an Hochschulen auszeichnet. In der  ...weiterlesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><span class="lead">Die Dezember-Ausgabe hat geschafft, worauf Generationen von Ottfried-Redakteuren hingearbeitet haben: Die beste Studierendenzeitschrift Deutschlands zu sein.</span></p>
<p>Ottfried und Heuler, die Studierendenzeitschrift der Uni Rostock, haben gemeinsam den Pro Campus-Presse Award geholt, der journalistisches Engagement an Hochschulen auszeichnet. In der Begründung, warum Ottfried den Preis bekommt, meinte Jury-Mitglied Oliver Wurm: &#8220;Politisch engagiert mit  mutigen Interviews, die vor Ort Themen setzen – dabei noch unterhaltsam.  So muss ein Unimagazin sein.&#8221;</p>
<p>Ottfried war schon im letzten Jahr unter den besten 10 Studierendenzeitschriften und setzte sich jetzt gegen 32 Mitbewerber mit frechen Beiträgen und einem kritischen politischen Ansatz durch.</p>
<p>Mehr Infos gibt es direkt auf der Seite des <a href="http://www.procampuspresse.de/index.rnd?module=contest;submodule=awards;id=8" class="aga aga_8">Pro Campus-Presse Awards</a>.</p>
<p>Zur Gewinnerausgabe geht´s hier: <a title="Ottfried#78" href="http://www.ottfried.de/wp-content/uploads/2011/12/Ottfried-77.pdf" class="aga aga_9">Ottfried #78</a></p>
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		<title>&#8220;Natürlich beruht Volkswirtschaftslehre auf Modellen&#8221;</title>
		<link>http://www.ottfried.de/studium/naturlich-beruht-volkswirtschaftslehre-auf-modellen</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 14:18:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kormann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Studium]]></category>

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		<description><![CDATA[Philipp Mundt wurde von der Deutschen Bundesbank für seine Diplomarbeit zum Thema “Financial contagion and systemic risk in network models of the banking sector” mit einem Wissenschaftspreis ausgezeichnet. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Lehrstuhls für VWL, insb. internationale Wirtschaft an der  ...weiterlesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="lead">Philipp Mundt wurde von der Deutschen Bundesbank für seine Diplomarbeit zum Thema “Financial contagion and systemic risk in network models of the banking sector” mit einem Wissenschaftspreis ausgezeichnet. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Lehrstuhls für VWL, insb. internationale Wirtschaft an der Universität Bamberg betreut er unter anderem Übungsgruppen  im Fach “Makroökomomie I”.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zunächst einmal Glückwunsch zu deiner Auszeichnung. In deiner Diplomarbeit untersuchst du anhand eines Modells, inwiefern Banken sich gegenseitig beeinflussen und in Krisen ein Domino-Effekt auftreten kann. Was hat dich an diesem Thema besonders interessiert?</strong></p>
<p>Danke! Volkswirtschaften im Allgemeinen und Finanzmärkte im Besonderen sind komplexe Systeme, in denen die Aktion eines Einzelnen niemals im luftleeren Raum stattfindet, sondern andere beeinflusst und wiederum Rückwirkungen verursacht. Obwohl dies eigentlich eine banale Erkenntnis ist, berücksichtigen viele ökonomische Modelle solche Interdependenzen nicht. Wie relevant diese Netzwerkeffekte jedoch sind, haben wir im Zuge der Finanzkrise 2007/2008 erfahren müssen. Obwohl die Krise in einem relativ begrenzten Markt begann, breitete sie sich innerhalb kürzester Zeit aus und brachte schließlich das gesamte Finanzsystem an den Rand eines Zusammenbruchs. Es kam zu Dominoeffekten und finanzieller Ansteckung. Daher denke ich, dass man in der Volkswirtschaftslehre auch Modelle braucht, die solche Interdependenzen berücksichtigen können und das habe ich versucht in meiner Diplomarbeit umzusetzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der Volkswirtschaftslehre wird gelegentlich vorgehalten, auf realitätsfernen Modellen zu basieren und so in der Praxis von geringem Nutzen zu sein. Was entgegnest du diesem Vorwurf?</strong></p>
<p>Natürlich beruht Volkswirtschaftslehre auf Modellen. Dies muss auch so sein und gibt erst einmal keinen Anlass zu Kritik. Die Alternative würde ja bedeuten, dass man sich die Ergebnisse einfach ausdenken würde. Allerdings gibt es gute Modelle und weniger gute Modelle. Die Güte eines Modells hängt meiner Meinung nach davon ab, welche Annahmen man in ein Modell reinsteckt. Ich will zwei Beispiele nennen: Ich habe während meines ganzen Studiums kein einziges Makro-Modell kennengelernt, in dem der Finanzmarkt explizit auftaucht. Ein weiteres Beispiel ist die Annahme eines sogenannten &#8220;repräsentativen Agenten&#8221;. Dies ist ein Wirtschaftssubjekt, das immer rational handelt, indem es seinen Nutzen beziehungsweise seine Profite maximiert und das als Durchschnittstyp repräsentativ für alle in unserer Volkswirtschaft stehen soll. Das Problem hierbei ist nur, der Durchschnitt sagt mir nicht viel. Stattdessen sind wirtschaftliche Agenten unterschiedlich und interagieren miteinander.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Du hast in Kiel studiert. Hat die Uni Bamberg gegenüber der Kieler Universität besondere Vor- oder Nachteile, insbesondere bezüglich des Praxisbezugs der in der VWL hauptsächlich verwendeten Modelle?</strong></p>
<p>Wir hatten in Kiel einen Makroökonomen, der viel traditionell keynesiansche, später neukeynesianische Makroökonomik gelehrt und auch dementsprechend geforscht hat. Hier an der Uni Bamberg haben wir mit Prof. Milakovic und Prof. Westerhoff zwei Vertreter der Makroökonomik, die durchaus andere Ansätze verfolgen. Prof. Westerhoff arbeitet viel mit Agentenmodellen, Prof. Milakovic forscht im Bereich der statistischen Gleichgewichtstheorie. In beiden Fällen geht es um die Entwicklung von Modellen, die empirische Gesetzmäßigkeiten und markante Muster in den Daten erklären können. Ich denke, dass wir hier in Bamberg daher sehr interessant aufgestellt sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Bist du also zufrieden mit der Art, wie Volkswirtschaftslehre in Bamberg gelehrt wird, oder würdest du an bestimmten Aspekten gerne etwas ändern?</strong></p>
<p>Ich bin zufrieden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Gespräch!</strong></p>
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		<title>US-Truppen ziehen ab</title>
		<link>http://www.ottfried.de/leben/us-truppen-ziehen-ab</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 15:01:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximiliane Hanft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Ottfried #79 wurde noch spekuliert, nun ist es gewiss: Die US-Truppen verlassen Bamberg. Für Studierende ist die Entscheidung eine Chance, denn die Wohnmarktsituation könnte sich entspannen.
Die Entscheidung ist gefallen: Bis spätestens 2015 wird der US-Standort Bamberg komplett aufgelöst.  ...weiterlesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="lead">Im Ottfried #79 wurde noch spekuliert, nun ist es gewiss: Die US-Truppen verlassen Bamberg. Für Studierende ist die Entscheidung eine Chance, denn die Wohnmarktsituation könnte sich entspannen.</span></p>
<p>Die Entscheidung ist gefallen: Bis spätestens 2015 wird der US-Standort Bamberg komplett aufgelöst. Oberbürgermeister Andreas Starke erfuhr am Donnerstag vom Oberkommandierenden der US-Streitkräfte in Europa,  Generalleutnant Mark Hertling, von den Abzugsplänen. Beide trafen sich auf dem US-Stützpunkt in Arnsbach zu einem Hintergrundgespräch.</p>
<p>Noch im Vorfeld gab sich Starke optimistisch. „Wir rechnen mit dem Schlimmsten, hoffen aber auf das Beste“, erklärte er nur wenige Tage vor dem Treffen mit der amerikanischen Seite. Dass es nun anders kam, bedauert Starke. „Wenn die Amerikaner in drei Jahren den Standort komplett aufgeben, geht eine Epoche zu Ende.“</p>
<p>Mit dem Abzug, der bereits in den nächsten Wochen eingeleitet wird, droht dem Wirtschaftsstandort Bamberg ein herber Rückschlag. Rund 500 zivile Angestellte verlieren ihren Arbeitsplatz. Zusammen mit ihren Angehörigen sowie den Angestellten leben und arbeiten rund 8000 Menschen auf dem Stützpunkt. Die Wirtschaftskraft, die auf die Anwesenheit der US-Truppen zurückzuführen ist, wird derzeit auf 40 Millionen Euro geschätzt.</p>
<p>Die sogenannte Konversion, also die Umwandlung des Stützpunktes von einer militärischen in eine zivile Nutzung, sei eine „Mammutaufgabe“, bestätigt Oberbürgermeister Starke, „die kaum vergleichbar ist mit Ereignissen aus der Vergangenheit.“ Das gesamte Areal der Warner Barracks ist rund 450 Hektar groß. Zum Vergleich, das entspricht einer Fläche von etwa 630 Fußballfeldern. Auf dem Gebiet befinden sich über 1000 Wohnungen. Dazu kommen außerdem 1600 bis 1700 Wohneinheiten in Mannschaftsunterkünften.</p>
<p>Trotz vieler Risiken für Taxifahrer, Gastronomie und Gewerbe könne man diese Entwicklung aber auch als Chance für die städtebauliche Weiterentwicklung in Bamberg begreifen, meint Starke. „ Die frei werdenden Flächen bieten Raum für Wohnen, Leben und Arbeiten, für Studierende und Familien.“ Die angespannte Situation auf dem studentischen Wohnungsmarkt, die sich in den kommenden Semestern verschärfen wird, wird mit dem Abzug schlagartig entspannt. Rund 500 bis 600 Außenwohnungen, die derzeit von Amerikanern bewohnt werden, wären sofort verfügbar.</p>
<p>Um für den Truppenabzug vorbereitet zu sein, wurde bereits vor acht Jahren innerhalb der Stadtverwaltung die Arbeitsgruppe „Konversion“ gebildet. Seitdem wurden zahlreiche Daten und Informationen gesammelt und ausgewertet. „Auf der Basis dieser Vorarbeiten werden wir nun zügig weiterarbeiten, insbesondere in Sachen Wohnraumentwicklung und Ansiedlung von Gewerbe“, kündigte Oberbürgermeister Starke an.</p>
<p><!-- WordPress Connect Modules v1.05 --></p>
 <p><a href="http://www.ottfried.de/?flattrss_redirect&amp;id=4768&amp;md5=46fd453b9742a33b3aa07666abe65c80" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ottfried.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ottumfrage</title>
		<link>http://www.ottfried.de/studium/ottumfrage</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 20:15:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kormann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Studium]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht nur dein Prof, sondern auch der Ottfried bittet zum Ende des Semesters um eine Evaluation. Waren wir langweilig und nicht kritisch genug? Tolle Fotos? Oder warst du einfach nur hellauf begeistert? Egal wie dein Urteil ausfällt, wir wollen es  ...weiterlesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="lead">Nicht nur dein Prof, sondern auch der Ottfried bittet zum Ende des Semesters um eine Evaluation. Waren wir langweilig und nicht kritisch genug? Tolle Fotos? Oder warst du einfach nur hellauf begeistert? Egal wie dein Urteil ausfällt, wir wollen es hören.</span><br />Wir würden uns freuen wenn du an unserer etwa 5 Minuten langen Umfrage (13 schnelle Fragen) teilnehmen würdest, damit wir den Ottfried in Zukunft verbessern können. </p>
<p>Und hier geht&#8217;s zur <a href="https://www.soscisurvey.de/umfrage-ottfried-1-2012/" class="aga aga_11">Ottumfrage</a></p>
<p><!-- WordPress Connect Modules v1.05 --></p>
 <p><a href="http://www.ottfried.de/?flattrss_redirect&amp;id=4641&amp;md5=7cef92e5dccc45d8ad43ad2a814c4712" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ottfried.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Kulturperle Bamberg</title>
		<link>http://www.ottfried.de/kultur/symphoniker-interview</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 19:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Kormann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 4. Februar ist das Studentenkonzert der Bamberger Symphoniker. Wir sprachen mit dem Intendanten Wolfgang Fink über das Konzert, studentische Musikhörgewohnheiten und Bamberg als Kulturstandort.
Ottfried:  Was ist das Besondere an den Studentenkonzerten?
Wolfgang Fink: Wir machen die Studentenkonzerte schon  ...weiterlesen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="lead">Am 4. Februar ist das Studentenkonzert der Bamberger Symphoniker. Wir sprachen mit dem Intendanten Wolfgang Fink über das Konzert, studentische Musikhörgewohnheiten und Bamberg als Kulturstandort.</span><strong></strong></p>
<p><strong>Ottfried:  Was ist das Besondere an den Studentenkonzerten?</strong></p>
<p><strong>Wolfgang Fink:</strong> Wir machen die Studentenkonzerte schon seit einigen Jahren und das immer mit sehr großem Erfolg. Die Halle ist immer nahezu voll, manchmal können wir gar nicht alle bedienen. Das Studentenkonzert ist insofern ein besonderes Konzert für uns, da die Stimmung im Saal und das Aufmerksamkeitslevel ein ganz Besonderes ist. Das ist immer frappierend für uns, da man von so einem fast ausschließlich jugendlichen Publikum, von dem man auch vermuten könnte, dass es nicht konzerterfahren ist, erwarten könnte, dass es nicht  mit den Gepflogenheiten eines klassischen Konzerts vertraut ist. Aber genau das Gegenteil ist der Fall: Es ist ein sehr aufmerksames Publikum; ein sehr begieriges Publikum auf das, was wir zu bieten haben. Wir haben uns auch immer bemüht, Programme zu bieten, die interessant sind. Wir schauen immer, welches Programm aus unserem Jahresprogramm sich besonders für studentisches Publikum eignet.<strong></strong></p>
<p><strong>Wie empfinden die Musiker die Studentenkonzerte?</strong></p>
<p>Auch das Orchester ist fasziniert von der Intensität. Das ist ja eines der großen Geheimnisse in dieser Kunstform: Jedes Konzert ist nicht nur so gut, wie das Orchester spielt, sondern auch, wie gut das Publikum ist. Sie können die besten Voraussetzungen haben, wenn sie ein Publikum haben, das genau hustet, wenn man nicht husten soll. So können Sie die schönste Aufführung zunichtemachen.<strong></strong></p>
<p><strong>Warum besuchen oft nur wenige Studierende klassische Konzerte?</strong></p>
<p>Ich denke, dies ist mehr eine Frage der Kommunikation. Aber auch eine Zeitfrage. Dieses ganze Gerede, dass das klassische Musikpublikum ausstirbt, stimmt nicht. Wir haben ein recht gut gemischtes Publikum. Außerdem haben Studenten wenig Zeit; sie entscheiden sich sehr spontan,  was sie am Abend tun. Und da sind klassische Konzerte, Theater, Oper etc einfach nicht so hoch angesiedelt. Aber das hat wirklich was mit der Lebensplanung und -haltung zu tun. Langfristig gesehen beschäftigt es uns, dass wenige junge Leute da sind.<strong></strong></p>
<p><strong>Sind früher mehr Studierende in klassische Konzerte gegangen, als es noch weniger Pop- und Rockmusik gab?</strong></p>
<p>Auch die Generation der heute 60Jährigen ist ja schon mit den Rolling Stones und den Beatles aufgewachsen. Und in den 50er Jahren war´s Elvis Presley. Trotzdem ist natürlich die Höhrhaltung bei jungen Menschen heute ganz anders als noch vor 40 Jahren. Schon Kleinkinder werden mit Musik vollgedröhnt, Jeder besitzt Medien, um permanent Musik hören zu können. Die Popularmusik und Popkultur haben in einer Weise aufgerüstet, wo wir nicht mithalten können. Aber ich bin langfristig nicht pessimistisch, denn wir haben, glaube ich, etwas Anderes zu bieten; wir sind im Grunde eine ziemlich radikale Gegenposition zu dem, was die Vergnügungsindustrie anbietet: Man muss sich bewusst hinsetzen und zuhören. Im Grunde gibt es so ein Angebot in dieser Weise heute gar nicht mehr. Viele Menschen suchen so etwas und sind erstaunt, dass es etwas gibt, wenn sie so etwas noch nie gemacht haben. Ich hab´ mal versucht, wie man so abstrakt und kurz wie möglich sagen kann, was die Intention von klassischer Musik ist: Die Aufmerksamkeitsspanne erhöhen.<strong></strong></p>
<p><strong>Das könnten Studierende ja gut gebrauchen! Ist insofern in Zukunft eine größere Kooperation zwischen Universität und Orchester möglich? Sind z.B. mehr Studentenkonzerte möglich?</strong></p>
<p>Es gibt jedes Jahr zwei Studentenkonzerte, pro Semester eines. Mehr anzubieten ist keine Frage des Wollens, sondern des Könnens. Wir geben hier 35 Abonnementkonzerte im Jahr und darüber hinaus 20 Konzerte im Umland. Außerdem sind wir sehr viel unterwegs. Wir sind eines der meistgefragten und meistreisenden Orchester. Das heißt, es gibt einen Packen an Aufgaben, so dass wir uns die Studentenkonzerte zeitlich aus den Rippen schneiden müssen. Es ist also keine Frage des Wollens, sondern der Beanspruchung.<strong></strong></p>
<p><strong>Wie schätzen Sie Bamberg allgemein als Kulturstandort ein?</strong></p>
<p>Bamberg ist ein absolutes Unikum als Kulturstadt, weil es diese Situation einer vergleichsweise kleinen Stadt mit einem solchen Orchester sonst eigentlich nirgendwo gibt. In Deutschland gibt es 133 Kulturorchester, damit sind wir quasi Weltmarktführer in Sachen klassischer Musik. Das liegt daran, dass wir die reichste musikalische Tradition haben. Wenn man an klassische Musik denkt, fallen Einem gleich deutsche Namen ein. Trotz dieser Dichte an Kultureinrichtungen in Deutschland generell ist das in Bamberg nochmal eine besondere Situation &#8211; ein so herausragendes Orchester in einer so kleinen Stadt. Vor ein paar Jahren erschien im „Focus“ ein Ranking, welche Orchester die besten in Deutschland sind. Vor uns waren nur zwei Orchester aus Berlin, eines aus Dresden, eines aus Leipzig und eines aus München. Die Bamberger Symphoniker sind also wirklich ein absolutes Spitzenorchester. <br />Bamberg ist aber auch insofern ein Unikum, da es eine der wenigen Städte ist, wo man sieht, wie Deutschland vor dem zweiten Weltkrieg aussah. Und Bamberg ist trotz dieser Anciennität eine sehr lebendige Stadt, wozu nicht zuletzt die Studenten beitragen. Durch die Uni, aber auch abgesehen davon hat Bamberg ein sehr intaktes Kulturbürgertum – Leute, die sehr viel lesen, gerne Musik hören. Wir haben eine phänomenale Akzeptanz, letztes Jahr waren wir bei jedem Konzert zwischen 95 und 97 % ausgelastet. Wo immer Sie hingehen haben Sie manchmal halbleere Säle bei klassischen Konzerten. Wenn hier einmal 100-200 Plätze frei sind, bekomme ich von den Abonnenten besorgte Briefe, ob wir ein Problem haben.<br />Der Kulturstandort Bamberg ist also ein absolutes Unikum. Es gibt ja auch die Villa Concordia, wo ich im Kuratorium sitze. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Leute zu den Veranstaltungen kommen. Auch Stipendiaten der Villa Concordia haben mir gesagt, dass sie z.B. in Berlin zum Teil Lesungen vor fünf bis zehn Leuten gemacht haben; hier in dieser Kleinstadt sind immer 30 bis 50 Leute da.<strong></strong></p>
<p><strong>Bamberg scheint eine versteckte Kulturperle zu sein. Ist es ein Privileg, hier bei den Symphonikern zu arbeiten?</strong></p>
<p>Absolut. Auf jeden Fall.<strong></strong></p>
<p><strong>Danke für das Gespräch!</strong></p>
<p><!-- WordPress Connect Modules v1.05 --></p>
 <p><a href="http://www.ottfried.de/?flattrss_redirect&amp;id=4634&amp;md5=b0b926bfc8d381e2314503d9e15f82af" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.ottfried.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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