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Wer ist der Ghostscheißer?


Wohnheimsgeist, Ghostscheißer, Heimscheißer, Darkwing Kack – die unbekannte Person hat viele Namen. Doch wer steckt hinter den zum Himmel stinkenden Attacken auf Wohnheime? Wir suchen das Phantom – mit eurer Hilfe!

Die Leitung des Studentenwerks Würzburg und der Hausmeister tappen im Dunkeln – was in diesen Tagen gefährlich werden könnte. Denn ein Gespenst geht um im Wohnheim und stellt die Regeln des Zusammenlebens auf eine harte Probe: Seine Hinterlassenschaften liegen in Fluren, auf der Tischtennisplatte im Gewölbekeller, vor Zimmertüren, auf dem Brillendeckel der Damentoilette oder sind an Türrahmen geschmiert. In regelmäßigen Abständen von etwa drei bis vier Wochen verübt das Phantom seit März Anschläge auf die Wohnheime Judenstraße/Balthasargässchen. Und die Bewohner müssen ganz genau aufpassen, wo sie hintreten.

DNA-Test übertrieben? Der Geschäftsführer des Studentenwerks, Michael Ullrich, steht vor einem Rätsel. Aufgrund eines Mangels an Indizien kann auch der Psychologe des Studentenwerks kein Täterprofil erstellen. Seiner Meinung nach handelt es sich allerdings nicht um eine kriminelle Person, von der Gefahr ausgeht. Aus diesem Grund hält Ullrich in der momentanen Situation einen DNA-Test, das Einschalten der Polizei oder eine Videoüberwachung für übertrieben, denn schließlich verstößt der Ghostscheißer gegen keine Gesetze – außer gegen die des guten Geschmacks.

Ullrich befürwortet vielmehr eine Sensibilisierung der Bewohner, die vom Studentenwerk und dem Wohnheimstutor mehrfach dazu aufgefordert wurden, niemand Unbekanntes ins Wohnheim zu lassen. Man hoffe, dass es keine Fälle von Trittbrettscheißern gebe und dass der Täter bald auf frischer Tat ertappt werde, was keine strafrechtlichen Konsequenzen nach sich ziehen würde. Dem Täter würde er in intensiven Gesprächen eine Psychotherapie ans Herz legen, so Ullrich.

Keine Freude, nur Zwang Doch woher kommt die Motivation für die Anschläge? Rache an den anderen Bewohnern? Oder ist es doch ein Verrückter, wie das Studentenwerk vermutet? Die Psychologie kennt solche Zwangsstörungen vor allem bei Menschen, die in ihrer analen Phase, also zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahr, unter zu strengen elterlichen Sauberkeitsvorschriften zu leiden hatten. Über die Zwänge der Eltern könne sich der Täter jetzt im Erwachsenenalter endlich hinwegsetzen – indem er beispielsweise Wohnheime heimsucht. Der Betroffene habe keine Freude an der Handlung, vielmehr müsse er einem Zwang nachgeben, um innere Spannungen abzubauen, die sich ansonsten bis zur Unerträglichkeit steigern würden. Vor allem männliche, allein lebende Personen unter 30 kommen für solche Krankheiten in Frage – eine Beschreibung, die aber auf etwa die Hälfte aller Wohnheimsbewohner zutrifft.

Exponierte Ziele Für jeden seiner Anschläge wählte der Ghostscheißer ein besonders exponiertes Ziel: den viel genutzten Waschkeller, die jederzeit zugängliche Damentoilette, Flure, die von der Straße aus einsehbar sind – alles Stellen mit erhöhtem Risiko, erwischt zu werden. Doch seine Attentate scheinen so gut geplant zu sein, dass er außer seiner übelriechenden Haufen noch nie Spuren hinterließ, nicht einmal Klopapier. Im Wohnheim haben Hausmeister Ludwig Kobel und der Tutor mit der Schadensregulierung zu kämpfen. Um die Suchbereitschaft nach Darkwing Kack („Zwo – Eins – Riesenkot!“) unter den Wohnheimsbewohnern zu steigern, hat der Tutor bereits Aushänge angefertigt, die dem (auch anonymen) Überbringer von hilfreichen Beobachtungen eine Belohnung verspricht.

Sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, nehmen das Studentenwerk sowie natürlich Ottfried entgegen. In der Hoffnung, dass wir in diesen Tagen nur auf den vereisten Straßen Bambergs ausrutschen werden.

 

Gewinnspiel

Wie stellt ihr euch den Ghostscheißer vor? Schickt uns eure Phantombilder an ottfried@ottfried.de oder per Post (Adresse im Impressum). Die besten Bilder werden auf Ottfried. de veröffentlicht. Der Gewinner bekommt von uns drei Packungen Toilettenpapier (das Gute mit vier Lagen).





  • 5 Kommentare zu “Wer ist der Ghostscheißer?”

    1. Jakob schrieb vor 515 Tage

      Ich dachte zuerst, das Bild wäre aus dem Mensa-Test-Artikel hier hinein verrutscht!

    2. Katharina Müller-Güldemeister
    3. Volle Kanne MueGue schrieb vor 517 Tage

      Das Bild ist so ekelig, dass ich den Artikel fast nicht gelesen hätte!!!

        Daniel Stahl
      • Daniel Stahl schrieb vor 517 Tage

        Ich möchte hiermit eine Petition zur Entfernung des Kacke-Bilds starten…

    4. Johannes A. Hartmann
    5. Johannes Hartmann schrieb vor 526 Tage

      Der Shice ist real!

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