von Bianka Morgen | Montag, 11. Januar 2010
Der Studiengang European Economic Studies (EES) ist nicht nur einer der jüngsten an der Uni Bamberg, sondern auch einer der kleinsten.
Bisher gab es wenig Kontakt zwischen Studierenden, Alumnis und Dozenten. Einige EES-Studierende kamen daher auf die Idee, einen Förderverein zu gründen, der vernetzen und informieren soll.
Ein Bachelor-Studium dauert in der Regel drei Jahre – sechs Semester mit vollgepackten Stundenplänen, Anwesenheitspflicht und Prüfungen. Nicht erst seit dem Bildungsstreik ist klar, dass Bachelor-Studierende ihre Zeit eher im Audimax als auf der WG-Party oder beim Kaffeetrinken mit Kommilitonen verbringen. Im Bamberger Studiengang European Economic Studies kommt zusätzlich noch ein Auslandsjahr, das während dem Bachelor absolviert werden muss, dazu. "Im Prinzip haben wir EESler dann nur vier Semester Zeit, um Kommilitonen kennen zu lernen. Danach gehen alle ins Ausland, fangen an zu arbeiten oder machen einen Master", erklärt Isabella Geis, Vorsitzende des neuen EES-Fördervereins. Den Studierenden bleibt somit wenig Zeit, um Freunde zu finden und sich an der Universität zu orientieren. Dabei soll der im Mai 2009 von Studierenden gegründete Verein helfen. Auf der Vereinshomepage finden EES-Studierende und -Interessenten viele Informationen rund um das Studium in Bamberg, Auslandssemester sowie Praktikums- und Berufsmöglichkeiten. Man kann sich auch für den Newsletter anmelden, der regelmäßig über Aktuelles aus dem Fachbereich EES berichtet und unter anderem über Klausurenpläne informiert. Zukünftig soll es mehr Auslands- und Praktikumsberichte auf der Homepage geben. Außerdem sollen Vorträge und Veranstaltungen zu fachspezifischen und karrierefördernden Themen durch den Verein organisiert werden.
Vernetzung mit Absolventen und Professoren Zur Zeit zählt der Verein 55 Mitglieder – Tendenz steigend. Das fünfköpfige Vorstandsteam, bestehend aus EES-Studierenden und Alumnis, hat bereits einiges auf die Beine gestellt. Im vergangenen Sommer lud der Verein aktuelle und ehemalige Studierende zum Bamberger Altstadtfest ein. "Wir waren überrascht, wie viele Alumnis da waren", erzählt Isabella. Ihre Kommilitonin Anja Bartsch, die sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert, fügt hinzu: "Es war eine tolle Möglichkeit, Insider-Tipps von Ehemaligen, die schon im Berufsleben stehen, zu bekommen. Die Alumnis konnten wiederrum alte Freunde treffen und erfuhren, was an ihrer alten Uni vor sich geht." Das Ganze soll in diesem Sommer zum zehnjährigen Jubiläum des Studiengangs wiederholt werden.
Die Vernetzung zwischen Studierenden und Ehemaligen wird im Förderverein großgeschrieben. Aber auch das Verhältnis zu den Dozenten ist gut. "Wir bekommen viel Zuspruch von den Professoren und Alumnis", bestätigt Isabella. Heinz-Dieter Wenzel, Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaft, war auch schon beim ersten der regelmäßig stattfindenden Stammtischtreffen dabei. Zunächst sei links und rechts von ihm recht viel Platz gewesen, erzählt Isabella. Aber mit der Zeit verloren die Studierenden die Scheu vor ihrem Professor und es entstanden interessante Gespräche. "Es ist schließlich einfacher, dem Dozenten auch nach einer Vorlesung Fragen zu stellen, wenn man schon mal ein Bier mit ihm getrunken hat." Zuletzt geändert: Donnerstag, 15. April 2010 |